Digitalisierung – Der Spagat zwischen IT und Kultur

Von Tomas Schiffbauer 27. August 2019
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Bei IT denken viele an Daten, Systeme und an Technik. Doch um die verfügbaren Informationen zu interpretieren, damit aus Daten Informationen werden, bedarf es Wissen. Wenn wir also über Digitalisierung sprechen geht es darum, Aufgaben von Menschen an Maschinen zu übertragen mit dem Ziel, Menschen von zeitaufwändigen und wiederkehrenden Aufgaben zu entlasten. Damit entsteht mehr Zeit für kreative, individuelle Aufgaben und Mustererkennungen.

Die Frage ist also: Wie weit können wir gehen? – Wie weit können wir gehen, damit eine optimale Umverteilung der Aufgaben zwischen Mensch und Maschine erreicht wird? Menschen gleichzeitig diesen Weg mitgehen und sich nicht abgehängt, vergessen und verloren fühlen? Gleichzeitig ist klar, dass die Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen nur mit Digitalisierung gewahrt bleibt.

Die Antworten auf die Frage sind sehr individuell. Der Schlüssel liegt in den jeweiligen Projekten, die sich im Unternehmen mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen.

Zum einen geht es darum echte Teams zusammenzustellen. Das bedeutet, Menschen aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens arbeiten gemeinsam an einem gemeinsamen Ziel. Keine „Hidden Agenda“, kein Ausleben von evtl. jahrelang gepflegten Abneigungen zwischen Abteilungen und keine Pflege des eigenen Egos und Status. Stattdessen: Vertrauen, Offenheit, gelebte Konflikt- und Fehlerkultur mit dem Fokus auf das Teamziel.

Weiterhin braucht es eine Kultur der Veränderungsbereitschaft. Diese Kultur muss natürlich etabliert werden, besonders im Top-Management sowie den Projektteams, und diese wird nicht über Nacht über alle hereinbrechen. Hier bedarf es also echter Kulturarbeit. Eher nicht mit groß angelegten Change-Projekten, sondern im Kleinen. Es ist gut an vielen Stellen zu beginnen, damit die Menschen, die sich für die Veränderung bereit fühlen auch daran teilhaben und mitwirken können.

Professionelles Projektmanagement

Der letzte Aspekt ist professionelles Projektmanagement. Es geht darum, Projekte mit einer Projektmanagement-Methodik zu planen, durchzuführen und zu steuern. Nicht, nach dem Motto „Wir haben ein neues Thema, eine neue Idee, dann lasst uns mal ein Projekt draus machen.“ Und schon geht das Projekt los. Deshalb ist hier Ansatzpunkt, Projekte mit Methodik aufzusetzen und abzuarbeiten. Natürlich mit einem überschaubaren Aufwand an Verwaltung und Dokumentation.

Wenn die drei Themen Team, Kultur & Projektemanagement-Methodik zusammenkommen, dann entsteht im gemeinsamen Schnittpunkt etwas Neues, Individuelles und vorher noch nie Dagewesenes. Was es genau sein wird, kann ich nicht sagen. Eins kann ich aber sagen: Was dort entsteht wird wesentlich zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit beitragen. Von daher packen Sie es an! Die Zukunft wartet nicht auf Sie.

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