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Jobwechsel: Gehen Sie schon oder bleiben Sie noch?

Rund um den Jahreswechsel bzw. Jahresanfang fassen viele Menschen gute Vorsätze. Dazu kann auch der feste Plan gehören, sich 2017 mit den eigenen beruflichen Perspektiven zu beschäftigen.

Finde ich im aktuellen Job die Zufriedenheit, die ich mir wünsche? Möchte ich einen weiteren Karriereschritt machen? Oder möchte ich (wieder) endlich das tun, wo meine Stärken und Neigungen wieder mehr zum Vorschein kommen? Vielleicht will ich einfach nur kürzertreten und (wieder) mehr Zeit für Dinge außerhalb des Berufs haben? Überwiegt der Frust dauerhaft die Lust an der Arbeit?

Was der Job für uns bedeutet

Der Job ist für viele Menschen eine wichtige Konstante im Leben und trägt einen großen Teil zu unserer Identität bei. Obwohl ein Jobwechsel heute ein völlig normaler Schritt in der Biographie eines Arbeitnehmers ist, hat die Entscheidung, den Job oder auch den Arbeitgeber zu wechseln weitreichende Konsequenzen für die Karriere und will gut durchdacht sein. Ein überlegter Jobwechsel kann Chancen und Perspektiven bieten, neues Engagement und Motivation freisetzen. Er kann neue Zufriedenheit entstehen lassen, wenn er aus richtigen Gründen erfolgt und durchdacht umgesetzt wird. Wechselt man allerdings zu oft, kann es schnell passieren, dass man als „Jobhopper“ betrachtet wird, der nach kurzer Betriebszugehörigkeit bald wieder geht. Haben sie dagegen nur sehr wenige – vielleicht auch gar keine –  Jobwechsel in ihrem Lebenslauf, besteht die Gefahr, mangelnde Veränderungsbereitschaft, wenig  Anpassungsfähigkeit oder gar Inflexibilität  zugeschrieben zu bekommen. Beides ist auf Dauer nicht hilfreich.

Passt alles – oder doch nicht?

Es tauchen Fragen auf, die nach Antworten verlangen – und zwar nach individuellen Antworten. Die „Gretchenfrage“ lautet: Soll ich mich beruflich verändern oder beim aktuellen Arbeitgeber bleiben – und woran mache ich meine Antwort(en) fest? Im Kern bedeutet es eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage: Gehen oder bleiben?

In diesem Artikel geht es um mögliche Gründe, die eher für einen Jobwechsel sprechen.

Gesundheit

Wenn der Job Sie krank macht, weil die Arbeitsbelastung und damit auch der Stresspegel dauerhaft zu hoch ist, weil beispielsweise immer weniger Mitarbeiter die gleiche oder sogar noch mehr Arbeit bewältigen sollen. Ihr Chef hat hauptsächlich destruktive Kritik übrig, die  Kollegen begegnen sich untereinander häufig negativ, oder es existiert oftmals Angst.

Unterforderung in den Aufgaben

Wenn Sie über mehrere Jahre ständig die gleichen Aufgaben erledigen und viel zu selten inhaltliche Herausforderungen in Ihren Aufgaben entdecken. Ihr Job besteht im Wesentlichen aus Routine und Langeweile ohne genügend Möglichkeiten, durch neue Aufgaben dazu zu lernen. Sie beziehen aus Ihrer Arbeit kaum Freude und Zufriedenheit.

Fehlende Perspektive

Es gibt keine anderen Positionen, die Ihnen eine echte Chance zur Weiterentwicklung bieten, weder auf der fachlichen Ebene noch auf der Führungsebene. Im anderen Fall gibt es diese Positionen, doch Sie werden trotz guter bis sehr guter Leistungen bei Beförderungen übergangen.

Betriebsklima

Die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen ist geprägt von Missgunst und Neid, oder Ihre Führungskraft arbeitet mit Druck, Angst und steigender Arbeitsverdichtung. Sie erfahren für Ihre Arbeit keine ausreichende Wertschätzung von Ihrem Chef  – oder noch schwieriger: von ständig wechselnden Chefs.

Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Das Unternehmen entwickelt sich nicht mit dem Markt und die betrieblichen Zahlen werden immer schlechter. Sie fürchten um die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes, da Sie mit Personalabbau als Reaktion auf schlechte Unternehmenszahlen rechnen. Die Führungsetagen wechseln in immer schnelleren Zyklen und mit ihnen auch die Unternehmensstrategie.

Unbefriedigende Entlohnung

Unterdurchschnittliche Bezahlung bezogen auf zuverlässige Vergleichszahlen müssen Sie bei guten Leistungen auf Dauer nicht hinnehmen. Falls es nicht gelingt, eine Gehaltserhöhung zu verhandeln, ist ein Jobwechsel durchaus eine attraktive Möglichkeit.

Einiges passt nicht – und nun?

Reflektieren Sie die hier genannten Aspekte gründlich für sich, besprechen Sie sich mit einer vertrauenswürdigen  und möglichst objektiven Person. Prüfen Sie, ob und gegebenenfalls welche Ihrer individuellen Kriterien veränderbar sein könnten, oder wo Sie sich in absehbarer Zeit keine Verbesserung versprechen.

Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, gilt es nämlich auch diejenigen Aspekte zu beleuchten, die gegen einen Jobwechsel sprechen könnten. Diese Punkte möchte ich in einem kommenden Beitrag betrachten.

Foto: “Rostislav_Sedlacek/Shutterstock”

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