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Jobwechsel: Bleiben Sie noch oder gehen Sie doch?

Vielleicht kommt Ihnen die folgende Situation bekannt vor: Freunde oder Bekannte aus Ihrem Umfeld wechseln die Firma und schildern begeistert die tollen Möglichkeiten im neuen Job. So baut sich in Ihnen unbewusst und evtl. ungeplant die Frage auf: Warum soll ausgerechnet ich dann noch in meinem bisherigen Job bleiben??

Warum nicht auch ich?

Natürlich kennt jeder die Tage, an denen man Frust erlebt, weil bspw. der Chef einen mehr oder minder berechtigt kritisiert wegen eines Fehlers oder Verhaltens, im wichtigen Projekt nichts vorwärts geht, Dinge zerredet werden, das Projekt sogar gescheitert ist, obwohl man viel Arbeit reingesteckt hat oder es eben Ärger mit den Kollegen gab. Solange diese Ereignisse nur temporär sind und unter den Beteiligten mit etwas Abstand besprochen und geklärt werden können, sind das keine ausschlaggebenden Gründe zum Gehen.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen bzw. setzen Sie sich nicht unter selbstgemachten Handlungsdruck. Es wäre eine schlechte Idee, wenn Sie Wechseln einfach um des Wechselns willen.

Vergegenwärtigen Sie sich ganz bewusst auch Gründe, die für das Bleiben sprechen können:

Vertrauen und Förderung durch den Chef:  Mal abgesehen von einzelnen „Frust-Tagen“, wie oben beschrieben, erfahren Sie von Ihrem Vorgesetzten grundsätzlich Wertschätzung Ihrer Person sowie Lob und Anerkennung für Ihre Leistungen. Ihre Beurteilungen der letzten Jahre sind durchweg gut bis sehr gut.

Möglichkeit für neue Aufgaben und Projekte: Es muss ja nicht sofort eine neue Position oder Beförderung sein, aber Sie haben immer wieder Chancen, sich neuartigen und für Sie herausfordernden Aufgaben zu stellen, diese erfolgreich zu bewältigen und sich so auch inhaltlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus können Sie sich zu neuen Arbeitsinhalten und -methoden im Rahmen von Weiterbildungen up to date halten.

Arbeitsklima: Wenn Sie im Großen und Ganzen gerne mit Ihren Kollegen zusammenarbeiten, die Stimmung im Team gut ist und Ihnen die Arbeit mehrheitlich Freude bereitet.

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Ihr Arbeitsort und ihre Arbeitszeiten ermöglichen es Ihnen, neben den beruflichen Anforderungen inklusive Reise- und Pendelzeiten genügend Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen sowie Hobbies zu pflegen.

Sonderfall

Einen Sonderfall allerdings gibt es, der gegen einen Jobwechsel spricht, obwohl die o.g. Punkte nicht unbedingt zutreffen. Sollten bereits kurz nach Ihrem Start im neuen Job Gründe auftauchen, die eher für einen Wechsel sprechen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie wechseln zügig noch im Rahmen Ihrer Probezeit oder Sie führen das Arbeitsverhältnis für ca. 2 Jahre fort, um nicht den Eindruck eines „Jobhoppers“ entstehen zu lassen und machen das Beste daraus.

All diese Punkte sollten Sie gründlich für sich selbst reflektieren und mit einer vertrauenswürdigen aber möglichst objektiven Person besprechen.

Zu guter Letzt

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Jobwechsel nur unter Abwägung von Pro und Contra zu treffen und nie aus dem Affekt heraus. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und bauen Sie keine „faulen Kompromisse“ ein. Oberstes Kriterium bei so einer wichtigen Entscheidung sollte sein, dass sie zu Ihnen und Ihrer Situation passt – egal was Andere für sich entschieden haben.

Foto: ”     ESB Professional/Shutterstock”

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