Bewerber-Check im Netz

Darstellung im Lebenslauf ist wichtig – doch hält Ihre Bewerbung einem Check im Netz stand?

Der Lebenslauf und seine Bedeutung im Bewerbungsprozess sind erst kürzlich in der Studie Recruiting Trends 2017 nochmals eindeutig herausgestellt worden. Bei ausgeschriebenen Stellen ist für 99% der Personaler ein strukturierter und aussagefähiger Lebenslauf das A und O der Bewerbung – zumindest für die erste Vorauswahl, um zu erkennen, ob ein Bewerber fachlich in Frage kommt.

Im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses werden aber dann auch andere Beurteilungsinstrumente bzw. Informationsquellen benutzt. In den häufig zwei bis drei Auswahlrunden kommt es zu persönlichen Vorstellungsgesprächen, aus denen sich dann in der Regel zwei bis drei „Kandidaten der Endrunde“ herauskristallisieren.

Eindruck offline – Eindruck online

Mit diesen Endrundenkandidaten befassen sich Personaler dann sehr genau. Hier kommt es darauf an, den bisher entstandenen fachlichen und persönlichen Eindruck weiter abzurunden, da mit der richtigen Personalentscheidung für das Unternehmen doch einiges auf dem Spiel steht. Ein wichtiges – weil öffentlich zugängliches – Instrument dafür ist der „Profil-Check“ in sozialen Medien, der für Personaler nichts Neues ist. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass sich die beruflichen Angaben in den jeweiligen Medien mit den Angaben im Lebenslauf und natürlich auch mit den Aussagen im Vorstellungsgespräch decken. Inhaltliche Widersprüche an dieser Stelle führen zu Zweifeln, die vermeidbar und kontraproduktiv sind.

Ein gut gepflegtes Profil in den stärker beruflich orientierten Netzwerken XING und LinkedIn sollte einen übersichtlichen und professionellen Eindruck der Person erzeugen. In den eher privat ausgerichteten Netzwerken wie Facebook sollte man berücksichtigen, welche privaten Informationen und vor allem auch welche Bilder man von sich preisgibt. Hier kommen Partybilder oder negative Kommentare über frühere Arbeitgeber nicht gut an. Der Name des Bewerbers wird gerne auch mal durch eine Suchmaschine gejagt. Immerhin geben in der Studie 49% der Personaler an, Kandidaten in Einzelfällen über eine Websuche bspw. per Google überprüft zu haben, und 29% der Personaler überprüften bei Einzelfällen das Facebook-Profil der Kandidaten. Im Ergebnis führten diese Checks dann bei rund 12%  der Kandidaten zu Absagen. Schade für die Kandidaten, da dies höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen wäre!

Gute Profile helfen denen, die sie haben!

Gut gepflegte Profile in den jeweiligen Netzwerken sind nicht nur in einer aktiven Bewerbungsphase entscheidend. Sie werden zunehmend bedeutsamer, wenn man berücksichtigt, dass soziale Netzwerke für die Hälfte aller Personaler zu den wichtigsten Rekrutierungskanälen gehören. Gerade größere Unternehmen und auch Personalberater betreiben hier Active Sourcing, also die gezielte Ansprache von Bewerber über Online-Plattformen.

Nutzen Sie ihre Chancen und verstärken Sie ihr persönliches Profil durch gute Profile im Netz. Holen Sie sich dazu am besten Feedback von Freunden oder auch professionelle Unterstützung eines Beraters.

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Foto: “Andrey_Popov/Shutterstock”

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