Karriereblog

v.l.n.r.: Vorstand Reiner Richter, Personalexperte Günter Walter und Generalbevollmächtigter Bernd Schwendemann

“Bewerber sollen Lust haben, bei uns zu arbeiten”

Volksbank Lahr lädt Unternehmer zur Informationsveranstaltung im Wertehaus ein

Lahr. Die gute Konjunktur und die demografische Entwicklung verschärfen den Fachkräftemangel, das spüren inzwischen auch zahlreiche regionale Unternehmen. Um die richtigen Bewerber zu gewinnen und die guten Mitarbeiter zu halten, müssen wir heute mehr tun, konnte auch Vorstand Reiner Richter bestätigen. Vor einigen Tagen hatte die Volksbank Lahr rund 80 regionale Unternehmern im Wertehaus zu Gast, um das spannende Thema genauer zu analysieren und Erfahrungen auszutauschen.

Wertvolle Tipps gab es vom Experten Günter Walter, Personalberater und Geschäftsführender Partner der Liebich & Partner Management- und Personalberatung AG aus Baden-Baden, von der WirtschaftsWoche ausgezeichnet als “Beste Personalberater 2017“. Aus seiner täglichen Praxis konnte er berichten, wie sich die Unternehmen heute im Wettbewerb um ihre wertvollste Ressource im Unternehmen, die motivierten Mitarbeiter, positionieren können. Es gehe darum, sie zu begeistern und zu binden, so Walter.

“Was tun Sie bisher schon für Ihre Mitarbeiter? Was macht Ihr Unternehmen so besonders?”, fragte der Personalexperte. Will man als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, beginnt die Markenbildung zunächst intern, im eigenen Unternehmen, und dafür müsse man sich Zeit nehmen. “Ihre Mitarbeiter sind die wichtigsten Markenbotschafter!”, betont Günter Walter. Fast 40 Prozent der Bewerber schreiben keine Bewerbung, weil sie schlechte Bewertungen bei den einschlägigen Portalen wie Kununu gelesen haben.

Heute sei Bewerbern wichtig, dass es eine Unternehmenskultur gibt. Kommunikation und Führung, Flexibilität und Veränderungsbereitschaft spielen eine zentrale Rolle. Und insbesondere junge Leute wünschen sich mehr Feedback. Sie wollen wissen, wie sie arbeiten, was sie gut gemacht haben und was sie besser machen können. “Menschen brauchen persönliche Wertschätzung, Arbeitszeit ist Lebenszeit”, stellte Günter Walter deutlich heraus. Eine gelebte Feedbackkultur und regelmäßige wertschätzende Mitarbeitergespräche gehörten deshalb in jedes Unternehmen, so sein Rat. “Bewerber sollen Lust haben, bei uns zu arbeiten!”

Wichtig sei, dass sich die Unternehmen öffnen, Praktika anbieten und zeigen wie der Arbeitsalltag aussieht. Beim Recruiting neuer Mitarbeiter laufe zwar viel über Online-Portale und soziale Medien, am besten aber, so der Referent, sei immer noch die Direktansprache potenzieller Fachkräfte. Es lohne sich auch, in der Familie und bei Freunden über das eigene Unternehmen zu sprechen und Interesse zu wecken.

Der Bereichsleiter Firmenkunden, Bernd Schwendemann, bedankte sich bei Günter Walter für die spannenden Einblicke. Die Unternehmen werden sich noch viele Jahre mit diesem Thema beschäftigen, deshalb werde es weitere Angebote von der Volksbank geben, versprach er. Aber auch die Politik habe Aufgaben wahrzunehmen, um die Rahmenbedingungen für Veränderungen zu schaffen.

Quelle: Mit freundlicher Erlaubnis der Volksbank Lahr eG.
Foto: Volksbank Lahr eG

Frau macht Spagat vor Laptop

Employability erfordert Flexibilität bei beruflichen Veränderungen

In der Berufs- und Arbeitswelt werden permanente Veränderungen immer häufiger. Auch Stellenanforderungen oder Aufgabenfelder unterliegen diesem Prinzip. Die Fähigkeit zu Veränderung und Flexibilität im Denken und Handeln sind daher Schlüsselkompetenzen für Arbeitnehmer, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit, die sogenannte Employability, auf Arbeitsmärkten und in Unternehmen zu stärken.

Wie optimieren Sie Ihre Employability?

Grundvoraussetzung um auf den Arbeitsmärkten wettbewerbsfähig zu bleiben ist, dass Sie sich regelmäßig und zukunftsgerichtet weiterbilden. Nutzen Sie die Angebote Ihres Arbeitgebers und investieren Sie ggf. selbst in fachliche und persönliche Weiterbildungen. Dieser Rat gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – auch für diejenigen, die keine Karriere (mehr) machen wollen. Durch Weiterbildung erschließen sich neue und interessante Aufgaben in einem sich wandelnden Umfeld.

Steigern Sie Ihren individuellen Marktwert!

Aber nicht nur Weiterbildungen steigern Ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt, sondern in der Regel auch Jobwechsel. Jede neue Aufgabe gibt Ihnen die Chance sich weiter zu entwickeln, Neues zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Das bedeutet nicht zwingend, dass Sie Ihren aktuellen Job kündigen müssen. Denn auch interne Wechsel erweitern den Horizont. Viele Unternehmen haben das erkannt und fördern solche internen Wechsel, auch als Teil eines Mitarbeiterbindungs- oder Entwicklungsprogrammes.

Keine Chancen mehr im bisherigen Unternehmen?

Sind Ihre Karriereoptionen im jetzigen Unternehmen erschöpft? Dann hilft nur ein Wechsel! Aber wie stellen Sie das am besten an? Eine klare Standortbestimmung ist die erste, notwendige Maßnahme.

Stellen Sie sich dazu folgende Leitfragen:

  • Wer bin ich? – was macht mich aus und unterscheidet mich von Anderen
  • Was kann ich? – was sind meine „Kernkompetenzen“, mein persönliches Alleinstellungsmerkmal (USP)
  • Was will ich? – wie sehe ich selbst meine weitere berufliche Entwicklung

Diese klare Reflexion des bisherigen beruflichen Werdegangs ist nicht leicht. Hier kann ein professioneller Karriereberater sehr hilfreich sein. Besonders auch sein Blick von außen, sein Fremdbild, hilft, die eigenen beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen sowie die Persönlichkeit richtig einzuschätzen. Im nächsten Schritt gilt es abzugleichen, welche Anforderungen die Unternehmen an die vakante Position stellen und inwieweit Ihre Ausbildung und Ihre beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig alle genannten Anforderungen komplett erfüllen müssen. Auch wenn Ihr Profil nur zu 70 oder 80 Prozent passt haben Sie gute Chancen die Stelle zu bekommen. Dies allerdings nur, wenn Sie die „harten Faktoren“, wie z. B. Studium in einem speziellen Bereich, verhandlungssichere Englischkenntnisse, etc. auch erfüllen.

Trauen Sie sich auch, sich auf höherwertige Stellen zu bewerben, wenn Sie dies wollen. Bei der Auswahl der richtigen Stelle hilft Ihnen ein Karriereberater besonders. Er kennt viele Stellenprofile, die Unternehmen und Herausforderungen besonders gut und kann Ihnen konstruktiv zur Seite stehen.

Berufliche Pläne 2018

Quo Vadis – Berufliche Pläne 2018?!

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sieht fast die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland persönliches Steigerungspotenzial im eigenen Job. Diese Erkenntnis förderte eine repräsentative Studie des Online-Job-Portals Indeed zu tage. Hierzu wurden fast 3.000 berufstätige Personen in Deutschland befragt. Gute berufliche Pläne gehören für viele Menschen zum Start ins Jahr 2018.

44 Prozent der befragten Personen haben den Eindruck, dass sie 2017 nicht das Maximum aus ihrem Job herausgeholt haben. Immerhin kommen 37 Prozent aller Studienteilnehmer zu dem Schluss, dass sie für das kommende Jahr „gute berufliche Pläne” haben. Doch worin bestehen diese guten beruflichen Pläne? Was nehmen sich Arbeitnehmer konkret für 2018 vor?

Die eigene Karriere im Fokus

Die Job-Vorsätze sind vielschichtig, zielen aber im Kern darauf ab, die eigene Karriere entschiedener voranzubringen.

  • 44 Prozent der Befragten wollen 2018 mehr Projektverantwortung übernehmen.
  • 32 Prozent möchten an mehr Meetings teilnehmen. Wobei sogar 20 Prozent an Meetings teilnehmen möchte, die nicht unmittelbar mit eigenen Projekten zu tun haben.
  • 28 Prozent möchten ihre Karriere vorantreiben. Dafür stecken sie selbst im Privatleben zurück, um mehr Zeit und Energie in die Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahn zu investieren.
  • 28 Prozent planen öfter im Home-Office zu arbeiten als im letzten Jahr.

Jobwechsel im ersten Quartal geplant

Erstaunlich ist, dass diejenigen Studienteilnehmer, die sich Job-Vorsätze für das nächste Jahr vornehmen, diese nicht wieder schnell verwerfen. 51 Prozent möchten aktiv dranbleiben. So verwundert es nicht, dass ein Jobwechsel für 40 Prozent der Befragten bereits im ersten Quartal 2018 zu den Vorhaben gehört, die sie angehen möchten.

Dies sind nur die wichtigsten Aussagen der aktuellen Studie. Die vollständigen Ergebnisse der Indeed-Studie finden Sie hier.

Gehören Sie zu denjenigen, die einen Jobwechsel ins Auge fassen? Dann hilft es Ihnen vielleicht, Ihre beruflichen Möglichkeiten mit einem professionellen Karriereberater zu reflektieren und konkrete Schritte für Ihren persönlichen Erfolg daraus abzuleiten.

 

Foto: “ArthurStock/Shutterstock.com”

Der Arbeitsmarkt boomt, aber Sie finden keine passende Stelle?

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt seit einigen Jahren beständig. Von jahreszeitlich bedingten Schwankungen einmal abgesehen, ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren immer weiter gesunken.

Grund dafür ist, dass die Unternehmen, bedingt durch das kontinuierliche Wirtschaftswachstum, derzeit sehr stark nach qualifizierten Arbeitskräften suchen und damit sich die Arbeitslosigkeit mehr und mehr verringert. Dies führt in Deutschland zu einem Mangel an geeigneten Fach- und Führungskräften.

Mehr als 100 Bewerbungen und noch keinen neuen Job?

Trotz dieser für Arbeitnehmer sehr positiven Entwicklung, gibt es immer wieder Menschen, die, obwohl sie sehr qualifiziert sind, keinen neuen Job bekommen. Sehr häufig liegt das an den Unterlagen, einem nicht optimalen Auftritt in sozialen Netzwerken oder aber auch am fehlenden Profil. Oftmals passt die Bewerbung aber auch schlicht nicht zur ausgeschriebenen Stelle.

Was kann ich tun um erfolgreich zu werden?

Wie positioniere ich mich richtig am Arbeitsmarkt?

Zunächst einmal ist eine klare Standortbestimmung notwendig. Die Leitfragen dazu sind:

  • Wer bin ich? – was macht mich aus und unterscheidet mich von Anderen
  • Was kann ich? – was sind meine „Kernkompetenzen“, mein persönlicher USP
  • Was will ich? – wie sehe ich selbst meine weitere berufliche Entwicklung

Diese klare Reflexion des bisherigen beruflichen Werdegangs ist nicht leicht. Hier kann ein professioneller Karriereberater sehr hilfreich sein. Besonders auch sein „Fremdbild“ wird helfen, die eigenen beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen sowie die Persönlichkeit richtig einzuschätzen.

Wie sieht mich der Markt?

Im nächsten Schritt gilt es abzugleichen, welche Anforderungen die Unternehmen an die vakante Position stellen und inwieweit ihre Ausbildung und ihre beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig alle genannten Anforderungen komplett erfüllen müssen. Auch wenn Ihr Profil nur zu 70% oder 80% passt haben Sie Chancen. Dies allerdings nur, wenn sie die „harten Faktoren“ (z. B. Studium im Bereich XY, verhandlungssichere Englischkenntnisse sind unabdingbar etc.) auch erfüllen.

Trauen Sie sich aber auch höherwertige Stellen in den Fokus zu nehmen, wenn sie dies wollen.

Auch bei der Auswahl der richtigen Stelle hilft Ihnen ein Karriereberater besonders. Er kennt viele Stellenprofile, die Unternehmen und Herausforderungen besonders gut und kann Ihnen die richtigen Ratschläge geben.

Noch ein Tipp: Sollten Sie sich weiter unsicher sein, ob Sie auf die ausgeschriebene Stelle passen, so hilft oftmals ein Anruf beim genannten Ansprechpartner im Unternehmen oder beim Personalberater.

Foto: “Zerbor/Shutterstock”

Bewerber-Check im Netz

Darstellung im Lebenslauf ist wichtig – doch hält Ihre Bewerbung einem Check im Netz stand?

Der Lebenslauf und seine Bedeutung im Bewerbungsprozess sind erst kürzlich in der Studie Recruiting Trends 2017 nochmals eindeutig herausgestellt worden. Bei ausgeschriebenen Stellen ist für 99% der Personaler ein strukturierter und aussagefähiger Lebenslauf das A und O der Bewerbung – zumindest für die erste Vorauswahl, um zu erkennen, ob ein Bewerber fachlich in Frage kommt.

Im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses werden aber dann auch andere Beurteilungsinstrumente bzw. Informationsquellen benutzt. In den häufig zwei bis drei Auswahlrunden kommt es zu persönlichen Vorstellungsgesprächen, aus denen sich dann in der Regel zwei bis drei „Kandidaten der Endrunde“ herauskristallisieren.

Eindruck offline – Eindruck online

Mit diesen Endrundenkandidaten befassen sich Personaler dann sehr genau. Hier kommt es darauf an, den bisher entstandenen fachlichen und persönlichen Eindruck weiter abzurunden, da mit der richtigen Personalentscheidung für das Unternehmen doch einiges auf dem Spiel steht. Ein wichtiges – weil öffentlich zugängliches – Instrument dafür ist der „Profil-Check“ in sozialen Medien, der für Personaler nichts Neues ist. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass sich die beruflichen Angaben in den jeweiligen Medien mit den Angaben im Lebenslauf und natürlich auch mit den Aussagen im Vorstellungsgespräch decken. Inhaltliche Widersprüche an dieser Stelle führen zu Zweifeln, die vermeidbar und kontraproduktiv sind.

Ein gut gepflegtes Profil in den stärker beruflich orientierten Netzwerken XING und LinkedIn sollte einen übersichtlichen und professionellen Eindruck der Person erzeugen. In den eher privat ausgerichteten Netzwerken wie Facebook sollte man berücksichtigen, welche privaten Informationen und vor allem auch welche Bilder man von sich preisgibt. Hier kommen Partybilder oder negative Kommentare über frühere Arbeitgeber nicht gut an. Der Name des Bewerbers wird gerne auch mal durch eine Suchmaschine gejagt. Immerhin geben in der Studie 49% der Personaler an, Kandidaten in Einzelfällen über eine Websuche bspw. per Google überprüft zu haben, und 29% der Personaler überprüften bei Einzelfällen das Facebook-Profil der Kandidaten. Im Ergebnis führten diese Checks dann bei rund 12%  der Kandidaten zu Absagen. Schade für die Kandidaten, da dies höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen wäre!

Gute Profile helfen denen, die sie haben!

Gut gepflegte Profile in den jeweiligen Netzwerken sind nicht nur in einer aktiven Bewerbungsphase entscheidend. Sie werden zunehmend bedeutsamer, wenn man berücksichtigt, dass soziale Netzwerke für die Hälfte aller Personaler zu den wichtigsten Rekrutierungskanälen gehören. Gerade größere Unternehmen und auch Personalberater betreiben hier Active Sourcing, also die gezielte Ansprache von Bewerber über Online-Plattformen.

Nutzen Sie ihre Chancen und verstärken Sie ihr persönliches Profil durch gute Profile im Netz. Holen Sie sich dazu am besten Feedback von Freunden oder auch professionelle Unterstützung eines Beraters.

Welche Erfahrungen haben Sie zu diesem Thema gemacht?

Foto: “Andrey_Popov/Shutterstock”

Passt der neue Job zu Ihrer Persönlichkeit?

Hurra!! Sie haben es geschafft!! Ein Unternehmen bietet Ihnen eine neue sehr spannende und gut dotierte Aufgabe an.

Passe ich zum Unternehmen?

Trotzdem stellt sich vielen Bewerbern die Frage – passe ich zu dem Unternehmen, seiner Kultur und seinen Werten? Soll ich jetzt meinen aktuellen Job dafür kündigen??

Sicherlich kann man sich jetzt über das neue Unternehmen erkundigen. Sie können im Freundeskreis fragen, ob jemand das Unternehmen kennt und wie sich die Mitarbeiter fühlen die darin arbeiten. Bestimmt werden Sie auch wissen wollen welche Unternehmenskultur dort vorherrscht. Sie können auch die Unternehmensbewertungen im Internet aufsuchen und versuchen zu verstehen, was das für eine Firma ist.

Aber kennen Sie sich selbst gut genug um abzuschätzen welches Unternehmen wirklich zu Ihnen passt?

Was bringt eine persönliche Standortbestimmung?

Hier hilft oftmals eine berufliche Standortbestimmung mit einem erfahrenen Karrierecoach. Dabei werden Ihre Persönlichkeit, Ihre Einstellung zur Arbeit, die persönliche Lebensplanung und Ihre berufliche Vision erarbeitet und diese können dann leichter mit dem Wunschunternehmen abgeglichen werden.

So schaffen Sie es die für Sie individuell richtige Entscheidung zu treffen. Dies hilft Ihnen auch, sehr schnell an die neue Kultur im Unternehmen „anzudocken“. Die Gefahr in der Probezeit zu scheitern wird dadurch wesentlich verringert.

Foto: “Nattakorn_Maneerat/Shutterstock”

Unzufriedenheit im Job, Karriereberatung

Macht Ihr Job Sie auch unglücklich??

Wieder einmal hat das renommierte Beratungshaus Gallup (gallup.de) eine bundesweite Befragung von Beschäftigen, über deren Einsatz und die Einstellung zu ihrem Arbeitgeber durchgeführt.

Für die aktuelle Studie (2016) wurden wieder über 2.000 Arbeitnehmer, die durch ein Zufallsprinzip ermittelt wurden, befragt. Die Studie ist damit repräsentativ für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren.

Nur 15% aller Arbeitnehmer haben eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber!

Wie in jedem Jahr ergab auch die Studie für das Jahr 2016 das nur rund 15% aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufweisen. Eine geringe emotionale Bindung geben rund 70% der Befragten an. Keine emotionale Bindung weisen 15% der Mitarbeiter auf. Diese Mitarbeiter haben sicherlich bereits innerlich gekündigt.

Die Ergebnisse der aktuellen Befragung decken sich in hohem Maße mit den Ergebnissen aus den vorangegangenen Jahren. Lediglich die Zahl der Menschen ohne emotionale Bindung zum Arbeitgeber hat sich seit 2012 (24%) auf 2016 (15%) doch etwas verbessert.

Was bleibt sind aber rund 85% aller Arbeitnehmer, die keine oder nur eine geringe Begeisterung für ihre Arbeit zeigen. Viele von ihnen suchen die fehlende Bestätigung oder den fehlenden Spaß in Freizeitaktivitäten wie Sport oder Vereinsaufgaben.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Wie so oft in den letzten Jahren liegt der Hauptgrund, nach Aussage der Befragten,  in der jeweiligen Führungskraft. Gerade Wertschätzung, Vertrauen und eine offene Kommunikation werden dabei vermisst. Dadurch lassen sich auch moderne „agile“ Managementmethoden nicht einführen.

Ich frage mich aber immer wieder: Warum wechseln diese Arbeitnehmer – zumindest die Mitarbeiter ohne emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber – nicht den Arbeitsplatz oder suchen sich eine neue berufliche Aufgabe?

Sicher, dahinter stehen natürlich finanzielle Aspekte und die Angst den derzeit erreichten Lebensstandard nicht halten zu können, oder den neuen Job in der Probezeit wieder zu verlieren. Macht aber so ein Job nicht auf Dauer krank und extrem unzufrieden??

Gibt es dazu eine Lösung?

Vielleicht hilft es diesen Menschen, die beruflichen Möglichkeiten mit einem professionellen Karriereberater zu durchleuchten und eine berufliche Strategie für die Zukunft zu entwickeln. Danach sollten diese Menschen in der Lage sein zu entscheiden, ob eine Kündigung Sinn macht und wie groß die Risiken dabei wirklich sind.

Wie sehen Sie das? Welche Erfahren haben Sie bisher gemacht?

Foto:

Erfolg, Unternehmensberatung, Personalberatung, Managementberatung

Erfolgsinventur – eigene Erfolge erkennen!

Es mag sich im ersten Moment sehr ungewohnt anhören und bei aller Wertschätzung für Sie und Ihre Persönlichkeit – aber ein Bewerbungsprozess ist in erster Linie ein Verkaufsprozess. Und um sich erfolgreich verkaufen zu können, sollten Sie Ihre Erfolge kennen und auch dementsprechend kommunizieren. Erfolge sind letztlich Ausdruck Ihrer Stärken!

Der Bewerbungsprozess ein Kaufprozess?!

Dieser Aspekt ist eigentlich nicht neu. Die alten Sprichworte „Klappern gehört zum Handwerk“ oder „Tue Gutes und rede darüber“ kennen Sie bestimmt. Doch vielen Menschen fällt es schwer,  überhaupt eigene Erfolge selbst zu erkennen und dann auch angemessen gegenüber anderen darzustellen. Woher kommt das?

Ich erlebe in meinen Karriereberatungen immer wieder, dass sich die meisten Menschen im tagtäglichen Arbeitsleben ihrer Erfolge gar nicht bewusst sind. Sie betrachten ihre eigene Leistung, ihr eingebrachtes Know-how oder auch ihr großes Engagement im Arbeitsleben als etwas Selbstverständliches, das nicht besonders erwähnenswert ist. Wenn wir dann gemeinsam besondere Projekte, Sonderaufgaben oder auch Ergebnisse aus der beruflichen Vergangenheit reflektieren, analysieren und klar benennen, höre ich nicht selten den Satz: „… ach, finden Sie?“, gefolgt von einem zögerlichen Lächeln und der Erkenntnis, „…stimmt! So habe ich es noch nie gesehen.“

Warum uns unsere Erfolge oftmals nicht bewusst sind.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich viele Menschen ihrer Erfolge deshalb nicht bewusst sind, da sie nur nach sehr großen, überragenden Ergebnissen suchen und darüber die „ganz normalen Erfolge“ nicht realisieren. Außerdem fällt es den meisten auch schwer, eine  Außensicht auf ihre Leistungen und auf ihre Person einzunehmen.

Wie vorgehen?

Analysieren Sie jede Ihrer beruflichen Stationen und fragen Sie sich:

  • Wo habe ich Dinge erreicht, auf die ich stolz bin, weil ich mehr geleistet habe als erforderlich oder auch weil Sie sie in kürzester Zeit bewältigt haben?
  • Welche Aufgaben waren besonders schwierig bzw. komplex?
  • Welche Ihrer Lösungen war hervorragend oder besonders erfinderisch?
  • Wo gab es schwierige Rahmenbedingungen (Zeit, Kosten, Manpower) zu bewältigen?
  • Welche Projekte oder Themen haben Sie zusätzlich zu Ihren eigentlichen Aufgaben bewältigt?
  • Welche Prozesse oder Abläufe haben Sie verbessert bzw. Schnittstellen optimiert?

Bei der Darstellung Ihrer Erfolge sollten Sie einer klaren Struktur folgen.

Beschreiben Sie die Ausgangssituation bzw. die Aufgabe, mit der Sie konfrontiert waren, möglichst klar, prägnant und ohne Fachbegriffe. Nun stellen Sie in knapper Form die Aktion dar, die Sie zur Lösung des Problems gewählt haben. Dabei sollten Sie aktive Verben wählen und in der Ich-Form beschreiben, was Sie getan haben, um die Aufgabe zu lösen. Falls Sie im Team gearbeitet haben, dann verdeutlichen Sie Ihren Part. Schließen Sie Ihre Schilderung mit dem Resultat, das Sie erzielt haben, falls möglich belegen Sie das Resultat mit Zahlen, Daten, Fakten.

Welche Erfolge kommunizieren?

Gerade wenn Sie bereits einige Jahre Berufsleben hinter sich haben, werden Sie feststellen, dass Sie doch eine gewisse Auswahl an Erfolgsbeispiele haben. Dann stellt sich die Frage:  Welchen meiner Erfolge erzähle ich denn nun?

An dieser Stelle lautet die Antwort: Es kommt darauf an – auf die Situation und den Kontext. In einem Bewerbungsgespräch zum Beispiel bietet es sich an, von denjenigen Erfolgen zu berichten, die sich an den Aufgaben und Anforderungen der neuen Position orientieren. Die in der Stellenausschreibung erwähnten Kompetenzen und Erfahrungen sind wichtige Indikatoren für das richtige Erfolgsbeispiel, um zu zeigen, dass Sie das geforderte Know-how und die Kompetenzen mitbringen. Demzufolge dürften die geschilderten Erfolge je nach Bewerbungsgespräch variieren.

Es  mag sich anfangs ungewohnt für Sie anfühlen, über die eigenen Erfolge zu sprechen. Ich möchte Sie aber ermutigen, über Ihren Schatten zu springen und Ihre Erfolge und die gemachten Erfahrungen  entsprechend zu verkaufen. Nicht übertrieben, aber da wo es angebracht ist.

Sie haben etwas zu bieten – zeigen Sie es!

Foto: “Syda Productions/Shutterstock”

Berufliche Positionierung, Liebig & Partner, unternehmensberatung, recruiting, personalentwicklung, innovationsmanagement, organisationsentwicklung, unternehmensberater, personalberatung, strategieentwicklung, strategieberatung, marketingberatung, vertriebsberatung, managementberatung, human ressource management

Berufliche Positionierung

Früher waren die berufliche Positionierung und die sich daraus ergebende Karriereentwicklung relativ einfach.

Sehr häufig kam es vor, dass Mitarbeiter nach der Ausbildung oder dem Studium in ein Unternehmen eintraten und oftmals auch dort in den Ruhestand gingen. Die Karriere hing dabei, neben der eigenen persönlichen Leistung, auch dran, wie sehr sich der Vorgesetzte für seinen Mitarbeiter eingesetzt hat. Die Wechselwilligkeit war damals, auch aufgrund der fehlenden Transparenz über offene Stellen, eher gering.

Wie verändert sich der Arbeitsmarkt?

Heute hat sich das wesentlich verändert. Zum einen schaffen die verschiedenen Jobportale eine große Transparenz über offene Stellen – teilweise auch im Ausland, zum anderen verändern sich aber auch die Anforderungen an die Bewerber wesentlich schneller als bisher.

Bestes Beispiel hierzu sind die englischen Sprachkenntnisse, die aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Unternehmen und Märkte bei vielen Positionen einfach unabdingbar sind.

Die technischen Entwicklungen, gerade im Umfeld der Digitalisierung, schaffen aber auch grundsätzlich neue Stellen und Aufgaben. Manche Jobs werden aber auch dadurch dauerhaft verdrängt bzw. gänzlich entfallen.

Wie positioniere ich mich richtig am Arbeitsmarkt?

Zunächst einmal ist eine klare Standortbestimmung notwendig. Die Leitfragen dazu sind:

  • Wer bin ich? – was macht mich aus und unterscheidet mich von Anderen
  • Was kann ich? – was sind meine „Kernkompetenzen“, mein persönlicher USP
  • Was will ich? – wie sehe ich selbst meine weitere berufliche Entwicklung

Diese klare Reflexion des bisherigen beruflichen Werdegangs ist nicht leicht. Hier kann ein professioneller Karriereberater sehr hilfreich sein. Besonders auch sein „Fremdbild“ wird helfen, die eigenen beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen sowie die Persönlichkeit richtig einzuschätzen.

Wie sieht mich der Markt?

Im nächsten Schritt gilt es abzugleichen, welche Anforderungen die Unternehmen an die vakante Position stellen und inwieweit ihre Ausbildung und ihre beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig alle genannten Anforderungen komplett erfüllen müssen, auch wenn Ihr Profil nur zu 70% oder 80% passt haben Sie Chancen. Dies allerdings nur, wenn sie die „harten Faktoren“ (z. B. Studium im Bereich XY, verhandlungssichere Englischkenntnisse sind unabdingbar etc.) auch erfüllen.

Trauen Sie sich aber auch, sich auf höherwertige Stellen zu bewerben, wenn sie dies wollen.

Auch bei der Auswahl der richtigen Stelle hilft Ihnen ein Karriereberater besonders. Er kennt viele Stellenprofile, die Unternehmen und Herausforderungen besonders gut und kann Ihnen die richtigen Ratschläge geben.

In einem aktuellen Beratungsauftrag konnte ich eine Mandantin sehr erfolgreich als Führungskraft im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen platzieren. Sie selbst hatte diese Art von Aufgaben nicht im Blickfeld; der Arbeitsmarkt gab mir Recht.

Foto: “Chinnapong/Shutterstock”

Liebig & Partner, unternehmensberatung, recruiting, personalentwicklung, innovationsmanagement, organisationsentwicklung, unternehmensberater, personalberatung, strategieentwicklung, strategieberatung, marketingberatung, vertriebsberatung, managementberatung, human ressource management

Jobwechsel: Bleiben Sie noch oder gehen Sie doch?

Vielleicht kommt Ihnen die folgende Situation bekannt vor: Freunde oder Bekannte aus Ihrem Umfeld wechseln die Firma und schildern begeistert die tollen Möglichkeiten im neuen Job. So baut sich in Ihnen unbewusst und evtl. ungeplant die Frage auf: Warum soll ausgerechnet ich dann noch in meinem bisherigen Job bleiben??

Warum nicht auch ich?

Natürlich kennt jeder die Tage, an denen man Frust erlebt, weil bspw. der Chef einen mehr oder minder berechtigt kritisiert wegen eines Fehlers oder Verhaltens, im wichtigen Projekt nichts vorwärts geht, Dinge zerredet werden, das Projekt sogar gescheitert ist, obwohl man viel Arbeit reingesteckt hat oder es eben Ärger mit den Kollegen gab. Solange diese Ereignisse nur temporär sind und unter den Beteiligten mit etwas Abstand besprochen und geklärt werden können, sind das keine ausschlaggebenden Gründe zum Gehen.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen bzw. setzen Sie sich nicht unter selbstgemachten Handlungsdruck. Es wäre eine schlechte Idee, wenn Sie Wechseln einfach um des Wechselns willen.

Vergegenwärtigen Sie sich ganz bewusst auch Gründe, die für das Bleiben sprechen können:

Vertrauen und Förderung durch den Chef:  Mal abgesehen von einzelnen „Frust-Tagen“, wie oben beschrieben, erfahren Sie von Ihrem Vorgesetzten grundsätzlich Wertschätzung Ihrer Person sowie Lob und Anerkennung für Ihre Leistungen. Ihre Beurteilungen der letzten Jahre sind durchweg gut bis sehr gut.

Möglichkeit für neue Aufgaben und Projekte: Es muss ja nicht sofort eine neue Position oder Beförderung sein, aber Sie haben immer wieder Chancen, sich neuartigen und für Sie herausfordernden Aufgaben zu stellen, diese erfolgreich zu bewältigen und sich so auch inhaltlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus können Sie sich zu neuen Arbeitsinhalten und -methoden im Rahmen von Weiterbildungen up to date halten.

Arbeitsklima: Wenn Sie im Großen und Ganzen gerne mit Ihren Kollegen zusammenarbeiten, die Stimmung im Team gut ist und Ihnen die Arbeit mehrheitlich Freude bereitet.

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Ihr Arbeitsort und ihre Arbeitszeiten ermöglichen es Ihnen, neben den beruflichen Anforderungen inklusive Reise- und Pendelzeiten genügend Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen sowie Hobbies zu pflegen.

Sonderfall

Einen Sonderfall allerdings gibt es, der gegen einen Jobwechsel spricht, obwohl die o.g. Punkte nicht unbedingt zutreffen. Sollten bereits kurz nach Ihrem Start im neuen Job Gründe auftauchen, die eher für einen Wechsel sprechen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie wechseln zügig noch im Rahmen Ihrer Probezeit oder Sie führen das Arbeitsverhältnis für ca. 2 Jahre fort, um nicht den Eindruck eines „Jobhoppers“ entstehen zu lassen und machen das Beste daraus.

All diese Punkte sollten Sie gründlich für sich selbst reflektieren und mit einer vertrauenswürdigen aber möglichst objektiven Person besprechen.

Zu guter Letzt

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Jobwechsel nur unter Abwägung von Pro und Contra zu treffen und nie aus dem Affekt heraus. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und bauen Sie keine „faulen Kompromisse“ ein. Oberstes Kriterium bei so einer wichtigen Entscheidung sollte sein, dass sie zu Ihnen und Ihrer Situation passt – egal was Andere für sich entschieden haben.

Foto: ”     ESB Professional/Shutterstock”