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Der Arbeitsmarkt boomt, aber Sie finden keine passende Stelle?

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt seit einigen Jahren beständig. Von jahreszeitlich bedingten Schwankungen einmal abgesehen, ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren immer weiter gesunken.

Grund dafür ist, dass die Unternehmen, bedingt durch das kontinuierliche Wirtschaftswachstum, derzeit sehr stark nach qualifizierten Arbeitskräften suchen und damit sich die Arbeitslosigkeit mehr und mehr verringert. Dies führt in Deutschland zu einem Mangel an geeigneten Fach- und Führungskräften.

Mehr als 100 Bewerbungen und noch keinen neuen Job?

Trotz dieser für Arbeitnehmer sehr positiven Entwicklung, gibt es immer wieder Menschen, die, obwohl sie sehr qualifiziert sind, keinen neuen Job bekommen. Sehr häufig liegt das an den Unterlagen, einem nicht optimalen Auftritt in sozialen Netzwerken oder aber auch am fehlenden Profil. Oftmals passt die Bewerbung aber auch schlicht nicht zur ausgeschriebenen Stelle.

Was kann ich tun um erfolgreich zu werden?

Wie positioniere ich mich richtig am Arbeitsmarkt?

Zunächst einmal ist eine klare Standortbestimmung notwendig. Die Leitfragen dazu sind:

  • Wer bin ich? – was macht mich aus und unterscheidet mich von Anderen
  • Was kann ich? – was sind meine „Kernkompetenzen“, mein persönlicher USP
  • Was will ich? – wie sehe ich selbst meine weitere berufliche Entwicklung

Diese klare Reflexion des bisherigen beruflichen Werdegangs ist nicht leicht. Hier kann ein professioneller Karriereberater sehr hilfreich sein. Besonders auch sein „Fremdbild“ wird helfen, die eigenen beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen sowie die Persönlichkeit richtig einzuschätzen.

Wie sieht mich der Markt?

Im nächsten Schritt gilt es abzugleichen, welche Anforderungen die Unternehmen an die vakante Position stellen und inwieweit ihre Ausbildung und ihre beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig alle genannten Anforderungen komplett erfüllen müssen. Auch wenn Ihr Profil nur zu 70% oder 80% passt haben Sie Chancen. Dies allerdings nur, wenn sie die „harten Faktoren“ (z. B. Studium im Bereich XY, verhandlungssichere Englischkenntnisse sind unabdingbar etc.) auch erfüllen.

Trauen Sie sich aber auch höherwertige Stellen in den Fokus zu nehmen, wenn sie dies wollen.

Auch bei der Auswahl der richtigen Stelle hilft Ihnen ein Karriereberater besonders. Er kennt viele Stellenprofile, die Unternehmen und Herausforderungen besonders gut und kann Ihnen die richtigen Ratschläge geben.

Noch ein Tipp: Sollten Sie sich weiter unsicher sein, ob Sie auf die ausgeschriebene Stelle passen, so hilft oftmals ein Anruf beim genannten Ansprechpartner im Unternehmen oder beim Personalberater.

Foto: “Zerbor/Shutterstock”

Unzufriedenheit im Job, Karriereberatung

Macht Ihr Job Sie auch unglücklich??

Wieder einmal hat das renommierte Beratungshaus Gallup (gallup.de) eine bundesweite Befragung von Beschäftigen, über deren Einsatz und die Einstellung zu ihrem Arbeitgeber durchgeführt.

Für die aktuelle Studie (2016) wurden wieder über 2.000 Arbeitnehmer, die durch ein Zufallsprinzip ermittelt wurden, befragt. Die Studie ist damit repräsentativ für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren.

Nur 15% aller Arbeitnehmer haben eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber!

Wie in jedem Jahr ergab auch die Studie für das Jahr 2016 das nur rund 15% aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufweisen. Eine geringe emotionale Bindung geben rund 70% der Befragten an. Keine emotionale Bindung weisen 15% der Mitarbeiter auf. Diese Mitarbeiter haben sicherlich bereits innerlich gekündigt.

Die Ergebnisse der aktuellen Befragung decken sich in hohem Maße mit den Ergebnissen aus den vorangegangenen Jahren. Lediglich die Zahl der Menschen ohne emotionale Bindung zum Arbeitgeber hat sich seit 2012 (24%) auf 2016 (15%) doch etwas verbessert.

Was bleibt sind aber rund 85% aller Arbeitnehmer, die keine oder nur eine geringe Begeisterung für ihre Arbeit zeigen. Viele von ihnen suchen die fehlende Bestätigung oder den fehlenden Spaß in Freizeitaktivitäten wie Sport oder Vereinsaufgaben.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Wie so oft in den letzten Jahren liegt der Hauptgrund, nach Aussage der Befragten,  in der jeweiligen Führungskraft. Gerade Wertschätzung, Vertrauen und eine offene Kommunikation werden dabei vermisst. Dadurch lassen sich auch moderne „agile“ Managementmethoden nicht einführen.

Ich frage mich aber immer wieder: Warum wechseln diese Arbeitnehmer – zumindest die Mitarbeiter ohne emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber – nicht den Arbeitsplatz oder suchen sich eine neue berufliche Aufgabe?

Sicher, dahinter stehen natürlich finanzielle Aspekte und die Angst den derzeit erreichten Lebensstandard nicht halten zu können, oder den neuen Job in der Probezeit wieder zu verlieren. Macht aber so ein Job nicht auf Dauer krank und extrem unzufrieden??

Gibt es dazu eine Lösung?

Vielleicht hilft es diesen Menschen, die beruflichen Möglichkeiten mit einem professionellen Karriereberater zu durchleuchten und eine berufliche Strategie für die Zukunft zu entwickeln. Danach sollten diese Menschen in der Lage sein zu entscheiden, ob eine Kündigung Sinn macht und wie groß die Risiken dabei wirklich sind.

Wie sehen Sie das? Welche Erfahren haben Sie bisher gemacht?

Foto:

Erfolg, Unternehmensberatung, Personalberatung, Managementberatung

Erfolgsinventur – eigene Erfolge erkennen!

Es mag sich im ersten Moment sehr ungewohnt anhören und bei aller Wertschätzung für Sie und Ihre Persönlichkeit – aber ein Bewerbungsprozess ist in erster Linie ein Verkaufsprozess. Und um sich erfolgreich verkaufen zu können, sollten Sie Ihre Erfolge kennen und auch dementsprechend kommunizieren. Erfolge sind letztlich Ausdruck Ihrer Stärken!

Der Bewerbungsprozess ein Kaufprozess?!

Dieser Aspekt ist eigentlich nicht neu. Die alten Sprichworte „Klappern gehört zum Handwerk“ oder „Tue Gutes und rede darüber“ kennen Sie bestimmt. Doch vielen Menschen fällt es schwer,  überhaupt eigene Erfolge selbst zu erkennen und dann auch angemessen gegenüber anderen darzustellen. Woher kommt das?

Ich erlebe in meinen Karriereberatungen immer wieder, dass sich die meisten Menschen im tagtäglichen Arbeitsleben ihrer Erfolge gar nicht bewusst sind. Sie betrachten ihre eigene Leistung, ihr eingebrachtes Know-how oder auch ihr großes Engagement im Arbeitsleben als etwas Selbstverständliches, das nicht besonders erwähnenswert ist. Wenn wir dann gemeinsam besondere Projekte, Sonderaufgaben oder auch Ergebnisse aus der beruflichen Vergangenheit reflektieren, analysieren und klar benennen, höre ich nicht selten den Satz: „… ach, finden Sie?“, gefolgt von einem zögerlichen Lächeln und der Erkenntnis, „…stimmt! So habe ich es noch nie gesehen.“

Warum uns unsere Erfolge oftmals nicht bewusst sind.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich viele Menschen ihrer Erfolge deshalb nicht bewusst sind, da sie nur nach sehr großen, überragenden Ergebnissen suchen und darüber die „ganz normalen Erfolge“ nicht realisieren. Außerdem fällt es den meisten auch schwer, eine  Außensicht auf ihre Leistungen und auf ihre Person einzunehmen.

Wie vorgehen?

Analysieren Sie jede Ihrer beruflichen Stationen und fragen Sie sich:

  • Wo habe ich Dinge erreicht, auf die ich stolz bin, weil ich mehr geleistet habe als erforderlich oder auch weil Sie sie in kürzester Zeit bewältigt haben?
  • Welche Aufgaben waren besonders schwierig bzw. komplex?
  • Welche Ihrer Lösungen war hervorragend oder besonders erfinderisch?
  • Wo gab es schwierige Rahmenbedingungen (Zeit, Kosten, Manpower) zu bewältigen?
  • Welche Projekte oder Themen haben Sie zusätzlich zu Ihren eigentlichen Aufgaben bewältigt?
  • Welche Prozesse oder Abläufe haben Sie verbessert bzw. Schnittstellen optimiert?

Bei der Darstellung Ihrer Erfolge sollten Sie einer klaren Struktur folgen.

Beschreiben Sie die Ausgangssituation bzw. die Aufgabe, mit der Sie konfrontiert waren, möglichst klar, prägnant und ohne Fachbegriffe. Nun stellen Sie in knapper Form die Aktion dar, die Sie zur Lösung des Problems gewählt haben. Dabei sollten Sie aktive Verben wählen und in der Ich-Form beschreiben, was Sie getan haben, um die Aufgabe zu lösen. Falls Sie im Team gearbeitet haben, dann verdeutlichen Sie Ihren Part. Schließen Sie Ihre Schilderung mit dem Resultat, das Sie erzielt haben, falls möglich belegen Sie das Resultat mit Zahlen, Daten, Fakten.

Welche Erfolge kommunizieren?

Gerade wenn Sie bereits einige Jahre Berufsleben hinter sich haben, werden Sie feststellen, dass Sie doch eine gewisse Auswahl an Erfolgsbeispiele haben. Dann stellt sich die Frage:  Welchen meiner Erfolge erzähle ich denn nun?

An dieser Stelle lautet die Antwort: Es kommt darauf an – auf die Situation und den Kontext. In einem Bewerbungsgespräch zum Beispiel bietet es sich an, von denjenigen Erfolgen zu berichten, die sich an den Aufgaben und Anforderungen der neuen Position orientieren. Die in der Stellenausschreibung erwähnten Kompetenzen und Erfahrungen sind wichtige Indikatoren für das richtige Erfolgsbeispiel, um zu zeigen, dass Sie das geforderte Know-how und die Kompetenzen mitbringen. Demzufolge dürften die geschilderten Erfolge je nach Bewerbungsgespräch variieren.

Es  mag sich anfangs ungewohnt für Sie anfühlen, über die eigenen Erfolge zu sprechen. Ich möchte Sie aber ermutigen, über Ihren Schatten zu springen und Ihre Erfolge und die gemachten Erfahrungen  entsprechend zu verkaufen. Nicht übertrieben, aber da wo es angebracht ist.

Sie haben etwas zu bieten – zeigen Sie es!

Foto: “Syda Productions/Shutterstock”

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Berufliche Positionierung

Früher waren die berufliche Positionierung und die sich daraus ergebende Karriereentwicklung relativ einfach.

Sehr häufig kam es vor, dass Mitarbeiter nach der Ausbildung oder dem Studium in ein Unternehmen eintraten und oftmals auch dort in den Ruhestand gingen. Die Karriere hing dabei, neben der eigenen persönlichen Leistung, auch dran, wie sehr sich der Vorgesetzte für seinen Mitarbeiter eingesetzt hat. Die Wechselwilligkeit war damals, auch aufgrund der fehlenden Transparenz über offene Stellen, eher gering.

Wie verändert sich der Arbeitsmarkt?

Heute hat sich das wesentlich verändert. Zum einen schaffen die verschiedenen Jobportale eine große Transparenz über offene Stellen – teilweise auch im Ausland, zum anderen verändern sich aber auch die Anforderungen an die Bewerber wesentlich schneller als bisher.

Bestes Beispiel hierzu sind die englischen Sprachkenntnisse, die aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Unternehmen und Märkte bei vielen Positionen einfach unabdingbar sind.

Die technischen Entwicklungen, gerade im Umfeld der Digitalisierung, schaffen aber auch grundsätzlich neue Stellen und Aufgaben. Manche Jobs werden aber auch dadurch dauerhaft verdrängt bzw. gänzlich entfallen.

Wie positioniere ich mich richtig am Arbeitsmarkt?

Zunächst einmal ist eine klare Standortbestimmung notwendig. Die Leitfragen dazu sind:

  • Wer bin ich? – was macht mich aus und unterscheidet mich von Anderen
  • Was kann ich? – was sind meine „Kernkompetenzen“, mein persönlicher USP
  • Was will ich? – wie sehe ich selbst meine weitere berufliche Entwicklung

Diese klare Reflexion des bisherigen beruflichen Werdegangs ist nicht leicht. Hier kann ein professioneller Karriereberater sehr hilfreich sein. Besonders auch sein „Fremdbild“ wird helfen, die eigenen beruflichen Kompetenzen und Qualifikationen sowie die Persönlichkeit richtig einzuschätzen.

Wie sieht mich der Markt?

Im nächsten Schritt gilt es abzugleichen, welche Anforderungen die Unternehmen an die vakante Position stellen und inwieweit ihre Ausbildung und ihre beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Sie zwangsläufig alle genannten Anforderungen komplett erfüllen müssen, auch wenn Ihr Profil nur zu 70% oder 80% passt haben Sie Chancen. Dies allerdings nur, wenn sie die „harten Faktoren“ (z. B. Studium im Bereich XY, verhandlungssichere Englischkenntnisse sind unabdingbar etc.) auch erfüllen.

Trauen Sie sich aber auch, sich auf höherwertige Stellen zu bewerben, wenn sie dies wollen.

Auch bei der Auswahl der richtigen Stelle hilft Ihnen ein Karriereberater besonders. Er kennt viele Stellenprofile, die Unternehmen und Herausforderungen besonders gut und kann Ihnen die richtigen Ratschläge geben.

In einem aktuellen Beratungsauftrag konnte ich eine Mandantin sehr erfolgreich als Führungskraft im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen platzieren. Sie selbst hatte diese Art von Aufgaben nicht im Blickfeld; der Arbeitsmarkt gab mir Recht.

Foto: “Chinnapong/Shutterstock”

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Jobwechsel: Bleiben Sie noch oder gehen Sie doch?

Vielleicht kommt Ihnen die folgende Situation bekannt vor: Freunde oder Bekannte aus Ihrem Umfeld wechseln die Firma und schildern begeistert die tollen Möglichkeiten im neuen Job. So baut sich in Ihnen unbewusst und evtl. ungeplant die Frage auf: Warum soll ausgerechnet ich dann noch in meinem bisherigen Job bleiben??

Warum nicht auch ich?

Natürlich kennt jeder die Tage, an denen man Frust erlebt, weil bspw. der Chef einen mehr oder minder berechtigt kritisiert wegen eines Fehlers oder Verhaltens, im wichtigen Projekt nichts vorwärts geht, Dinge zerredet werden, das Projekt sogar gescheitert ist, obwohl man viel Arbeit reingesteckt hat oder es eben Ärger mit den Kollegen gab. Solange diese Ereignisse nur temporär sind und unter den Beteiligten mit etwas Abstand besprochen und geklärt werden können, sind das keine ausschlaggebenden Gründe zum Gehen.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen bzw. setzen Sie sich nicht unter selbstgemachten Handlungsdruck. Es wäre eine schlechte Idee, wenn Sie Wechseln einfach um des Wechselns willen.

Vergegenwärtigen Sie sich ganz bewusst auch Gründe, die für das Bleiben sprechen können:

Vertrauen und Förderung durch den Chef:  Mal abgesehen von einzelnen „Frust-Tagen“, wie oben beschrieben, erfahren Sie von Ihrem Vorgesetzten grundsätzlich Wertschätzung Ihrer Person sowie Lob und Anerkennung für Ihre Leistungen. Ihre Beurteilungen der letzten Jahre sind durchweg gut bis sehr gut.

Möglichkeit für neue Aufgaben und Projekte: Es muss ja nicht sofort eine neue Position oder Beförderung sein, aber Sie haben immer wieder Chancen, sich neuartigen und für Sie herausfordernden Aufgaben zu stellen, diese erfolgreich zu bewältigen und sich so auch inhaltlich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus können Sie sich zu neuen Arbeitsinhalten und -methoden im Rahmen von Weiterbildungen up to date halten.

Arbeitsklima: Wenn Sie im Großen und Ganzen gerne mit Ihren Kollegen zusammenarbeiten, die Stimmung im Team gut ist und Ihnen die Arbeit mehrheitlich Freude bereitet.

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Ihr Arbeitsort und ihre Arbeitszeiten ermöglichen es Ihnen, neben den beruflichen Anforderungen inklusive Reise- und Pendelzeiten genügend Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen sowie Hobbies zu pflegen.

Sonderfall

Einen Sonderfall allerdings gibt es, der gegen einen Jobwechsel spricht, obwohl die o.g. Punkte nicht unbedingt zutreffen. Sollten bereits kurz nach Ihrem Start im neuen Job Gründe auftauchen, die eher für einen Wechsel sprechen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie wechseln zügig noch im Rahmen Ihrer Probezeit oder Sie führen das Arbeitsverhältnis für ca. 2 Jahre fort, um nicht den Eindruck eines „Jobhoppers“ entstehen zu lassen und machen das Beste daraus.

All diese Punkte sollten Sie gründlich für sich selbst reflektieren und mit einer vertrauenswürdigen aber möglichst objektiven Person besprechen.

Zu guter Letzt

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Jobwechsel nur unter Abwägung von Pro und Contra zu treffen und nie aus dem Affekt heraus. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und bauen Sie keine „faulen Kompromisse“ ein. Oberstes Kriterium bei so einer wichtigen Entscheidung sollte sein, dass sie zu Ihnen und Ihrer Situation passt – egal was Andere für sich entschieden haben.

Foto: ”     ESB Professional/Shutterstock”

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Jobwechsel: Gehen Sie schon oder bleiben Sie noch?

Rund um den Jahreswechsel bzw. Jahresanfang fassen viele Menschen gute Vorsätze. Dazu kann auch der feste Plan gehören, sich 2017 mit den eigenen beruflichen Perspektiven zu beschäftigen.

Finde ich im aktuellen Job die Zufriedenheit, die ich mir wünsche? Möchte ich einen weiteren Karriereschritt machen? Oder möchte ich (wieder) endlich das tun, wo meine Stärken und Neigungen wieder mehr zum Vorschein kommen? Vielleicht will ich einfach nur kürzertreten und (wieder) mehr Zeit für Dinge außerhalb des Berufs haben? Überwiegt der Frust dauerhaft die Lust an der Arbeit?

Was der Job für uns bedeutet

Der Job ist für viele Menschen eine wichtige Konstante im Leben und trägt einen großen Teil zu unserer Identität bei. Obwohl ein Jobwechsel heute ein völlig normaler Schritt in der Biographie eines Arbeitnehmers ist, hat die Entscheidung, den Job oder auch den Arbeitgeber zu wechseln weitreichende Konsequenzen für die Karriere und will gut durchdacht sein. Ein überlegter Jobwechsel kann Chancen und Perspektiven bieten, neues Engagement und Motivation freisetzen. Er kann neue Zufriedenheit entstehen lassen, wenn er aus richtigen Gründen erfolgt und durchdacht umgesetzt wird. Wechselt man allerdings zu oft, kann es schnell passieren, dass man als „Jobhopper“ betrachtet wird, der nach kurzer Betriebszugehörigkeit bald wieder geht. Haben sie dagegen nur sehr wenige – vielleicht auch gar keine –  Jobwechsel in ihrem Lebenslauf, besteht die Gefahr, mangelnde Veränderungsbereitschaft, wenig  Anpassungsfähigkeit oder gar Inflexibilität  zugeschrieben zu bekommen. Beides ist auf Dauer nicht hilfreich.

Passt alles – oder doch nicht?

Es tauchen Fragen auf, die nach Antworten verlangen – und zwar nach individuellen Antworten. Die „Gretchenfrage“ lautet: Soll ich mich beruflich verändern oder beim aktuellen Arbeitgeber bleiben – und woran mache ich meine Antwort(en) fest? Im Kern bedeutet es eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage: Gehen oder bleiben?

In diesem Artikel geht es um mögliche Gründe, die eher für einen Jobwechsel sprechen.

Gesundheit

Wenn der Job Sie krank macht, weil die Arbeitsbelastung und damit auch der Stresspegel dauerhaft zu hoch ist, weil beispielsweise immer weniger Mitarbeiter die gleiche oder sogar noch mehr Arbeit bewältigen sollen. Ihr Chef hat hauptsächlich destruktive Kritik übrig, die  Kollegen begegnen sich untereinander häufig negativ, oder es existiert oftmals Angst.

Unterforderung in den Aufgaben

Wenn Sie über mehrere Jahre ständig die gleichen Aufgaben erledigen und viel zu selten inhaltliche Herausforderungen in Ihren Aufgaben entdecken. Ihr Job besteht im Wesentlichen aus Routine und Langeweile ohne genügend Möglichkeiten, durch neue Aufgaben dazu zu lernen. Sie beziehen aus Ihrer Arbeit kaum Freude und Zufriedenheit.

Fehlende Perspektive

Es gibt keine anderen Positionen, die Ihnen eine echte Chance zur Weiterentwicklung bieten, weder auf der fachlichen Ebene noch auf der Führungsebene. Im anderen Fall gibt es diese Positionen, doch Sie werden trotz guter bis sehr guter Leistungen bei Beförderungen übergangen.

Betriebsklima

Die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen ist geprägt von Missgunst und Neid, oder Ihre Führungskraft arbeitet mit Druck, Angst und steigender Arbeitsverdichtung. Sie erfahren für Ihre Arbeit keine ausreichende Wertschätzung von Ihrem Chef  – oder noch schwieriger: von ständig wechselnden Chefs.

Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Das Unternehmen entwickelt sich nicht mit dem Markt und die betrieblichen Zahlen werden immer schlechter. Sie fürchten um die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes, da Sie mit Personalabbau als Reaktion auf schlechte Unternehmenszahlen rechnen. Die Führungsetagen wechseln in immer schnelleren Zyklen und mit ihnen auch die Unternehmensstrategie.

Unbefriedigende Entlohnung

Unterdurchschnittliche Bezahlung bezogen auf zuverlässige Vergleichszahlen müssen Sie bei guten Leistungen auf Dauer nicht hinnehmen. Falls es nicht gelingt, eine Gehaltserhöhung zu verhandeln, ist ein Jobwechsel durchaus eine attraktive Möglichkeit.

Einiges passt nicht – und nun?

Reflektieren Sie die hier genannten Aspekte gründlich für sich, besprechen Sie sich mit einer vertrauenswürdigen  und möglichst objektiven Person. Prüfen Sie, ob und gegebenenfalls welche Ihrer individuellen Kriterien veränderbar sein könnten, oder wo Sie sich in absehbarer Zeit keine Verbesserung versprechen.

Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, gilt es nämlich auch diejenigen Aspekte zu beleuchten, die gegen einen Jobwechsel sprechen könnten. Diese Punkte möchte ich in einem kommenden Beitrag betrachten.

Foto: “Rostislav_Sedlacek/Shutterstock”

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„Verbrennen“ auch Sie sich auf dem Arbeitsmarkt?

Leider gibt es sehr oft Menschen, die sich durch eine nicht zum Anforderungsprofil passende Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt „verbrennen“. Wie kommt so etwas eigentlich?

Ihre Bewerbung – der Fit von Anforderungsprofil und Qualifikation

In meiner langjährigen Karriere im Personalbereich und bei einer Personalberatung bin ich immer wieder erstaunt, wie unbedarft Bewerber sich auf völlig unpassende Stellen bewerben. Da senden Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen, obwohl weder die geforderten Qualifikationen noch die genannte Ausbildung passt.

Auch erhalten Firmen wie Personalberater immer wieder Bewerbungen auf Stellen, bei denen dem Bewerber bereits vor kurzer Zeit abgesagt wurde. Nach Absagen sich immer wieder auf dieselbe Stelle zu bewerben bringt einfach nichts!!

Besonders erschreckend finde ich immer Bewerber, die sich – teilweise am selben Tag – auf völlig unterschiedliche Stellen bewerben. Da meint der Bewerber er könnte Vertriebsleiter, Personalleiter oder Einkaufsleiter werden – oftmals passt der Bewerber auf gar keine dieser Stellen.

Lassen Sich mich versuchen Ihnen hier einige Tipps zu geben, damit Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nicht verbrennen:

Die Unternehmen erstellen zu jeder offenen Stelle ein sog. „Anforderungsprofil“. Dieses Anforderungsprofil unterteilt sich in der Regel in zwei Bereiche. Zum einen in die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen (Ausbildung, Studium, berufliche Erfahrungen, Sprachkenntnisse etc.) und zum anderen in die „weichen“ Faktoren (Softskills) wie z.B. Kundenorientierung, Teamfähigkeit usw.

Gerade die „weichen“ Faktoren (Softskills) lassen in der Regel großen Interpretationsspielraum.

Ganz anders das „harte“ Anforderungsprofil. Hier müssen Sie besonders aufmerksam lesen, Interpretationsspielraum gibt es hier in der Regel nicht. Ganz besonders sollten Sie darauf achten, ob bestimmte Anforderungen unbedingt vorhanden sein müssen:

  • unabdingbar sind Kenntnisse in ……
  • aufgrund der internationalen Ausrichtung werden verhandlungssichere Englischkenntnisse vorausgesetzt

Wenn Sie diese Anforderungen nicht erfüllen, ist eine Bewerbung in der Regel erfolglos!!

Anders verhält es sich, wenn das „harte“  Anforderungsprofil vom Unternehmen selbst aufgeweicht wird. Beispiel dafür sind folgende Formulierungen:

  • …. wäre wünschenswert …
  • ……. ist ein Plus …,
  • idealerweise haben Sie Kenntnisse in …….

Hier haben Sie auch Chancen, wenn Sie das Anforderungsprofil mit diesen weichen Formulierungen nicht gänzlich erfüllen.

Achten Sie bei künftigen Bewerbungen auf diese Formulierungen und Sie werden sehen, die Zahl der Absagen wird sich verringern und Sie verbrennen sich nicht.

Noch ein Tipp: Sollten Sie sich weiter unsicher sein, ob Sie auf die ausgeschriebene Stelle passen, so hilft oftmals ein Anruf beim genannten Ansprechpartner im Unternehmen oder beim Personalberater.

Foto: “rawf8/Shutterstock”