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„Verbrennen“ auch Sie sich auf dem Arbeitsmarkt?

Leider gibt es sehr oft Menschen, die sich durch eine nicht zum Anforderungsprofil passende Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt „verbrennen“. Wie kommt so etwas eigentlich?

Ihre Bewerbung – der Fit von Anforderungsprofil und Qualifikation

In meiner langjährigen Karriere im Personalbereich und bei einer Personalberatung bin ich immer wieder erstaunt, wie unbedarft Bewerber sich auf völlig unpassende Stellen bewerben. Da senden Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen, obwohl weder die geforderten Qualifikationen noch die genannte Ausbildung passt.

Auch erhalten Firmen wie Personalberater immer wieder Bewerbungen auf Stellen, bei denen dem Bewerber bereits vor kurzer Zeit abgesagt wurde. Nach Absagen sich immer wieder auf dieselbe Stelle zu bewerben bringt einfach nichts!!

Besonders erschreckend finde ich immer Bewerber, die sich – teilweise am selben Tag – auf völlig unterschiedliche Stellen bewerben. Da meint der Bewerber er könnte Vertriebsleiter, Personalleiter oder Einkaufsleiter werden – oftmals passt der Bewerber auf gar keine dieser Stellen.

Lassen Sich mich versuchen Ihnen hier einige Tipps zu geben, damit Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nicht verbrennen:

Die Unternehmen erstellen zu jeder offenen Stelle ein sog. „Anforderungsprofil“. Dieses Anforderungsprofil unterteilt sich in der Regel in zwei Bereiche. Zum einen in die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen (Ausbildung, Studium, berufliche Erfahrungen, Sprachkenntnisse etc.) und zum anderen in die „weichen“ Faktoren (Softskills) wie z.B. Kundenorientierung, Teamfähigkeit usw.

Gerade die „weichen“ Faktoren (Softskills) lassen in der Regel großen Interpretationsspielraum.

Ganz anders das „harte“ Anforderungsprofil. Hier müssen Sie besonders aufmerksam lesen, Interpretationsspielraum gibt es hier in der Regel nicht. Ganz besonders sollten Sie darauf achten, ob bestimmte Anforderungen unbedingt vorhanden sein müssen:

  • unabdingbar sind Kenntnisse in ……
  • aufgrund der internationalen Ausrichtung werden verhandlungssichere Englischkenntnisse vorausgesetzt

Wenn Sie diese Anforderungen nicht erfüllen, ist eine Bewerbung in der Regel erfolglos!!

Anders verhält es sich, wenn das „harte“  Anforderungsprofil vom Unternehmen selbst aufgeweicht wird. Beispiel dafür sind folgende Formulierungen:

  • …. wäre wünschenswert …
  • ……. ist ein Plus …,
  • idealerweise haben Sie Kenntnisse in …….

Hier haben Sie auch Chancen, wenn Sie das Anforderungsprofil mit diesen weichen Formulierungen nicht gänzlich erfüllen.

Achten Sie bei künftigen Bewerbungen auf diese Formulierungen und Sie werden sehen, die Zahl der Absagen wird sich verringern und Sie verbrennen sich nicht.

Noch ein Tipp: Sollten Sie sich weiter unsicher sein, ob Sie auf die ausgeschriebene Stelle passen, so hilft oftmals ein Anruf beim genannten Ansprechpartner im Unternehmen oder beim Personalberater.

Foto: “rawf8/Shutterstock”

Absage mal anders herum

Es hat geklappt! Auf diesen Punkt haben Sie hingearbeitet mit Ihrem Bewerbungsprozess – und ernten nun die Früchte, besser gesagt den Erfolg. Im Idealfall erhalten Sie nicht nur ein Jobangebot sondern zwei oder auch mehrere. Was sich im ersten Moment für viele Bewerber als Traumkonstellation anhört, kann aber auch ein Luxusproblem sein. Nun sind Sie als Bewerber gefragt, der entscheiden muss!

Zunächst geht es nämlich darum – trotz aller Euphorie – die einzelnen Jobangebote zu bewerten. Dabei ist es wichtig, sich nicht nur von einem Fakt z.B. dem jeweiligen Gehalt leiten zu lassen, sondern mehrere Faktoren differenziert zu bewerten. Hierbei sollten Sie sowohl Unternehmenskriterien bspw. Internationalität, Unternehmensstruktur oder Anzahl der Hierarchieebenen berücksichtigen als auch wesentliche Aspekte der angebotenen Position bspw. Komplexität der Aufgabenstellung, Freiräume oder Entwicklungsmöglichkeiten analysieren.

Tatsächliche Aussagekraft im Sinne einer Entscheidungshilfe erhalten Ihre Analysen aber erst dann, wenn Sie diese abgleichen mit ihren Vorstellungen zur gewünschten Zielposition bzw. Zielunternehmens, also ihren persönlichen Entscheidungskriterien. Hier können einzelne Punkte, z. B. Standort des Unternehmens vor dem Hintergrund der familiären Situation, Reisebereitschaft etc. ein größeres Gewicht haben als andere. Seien Sie an dieser Stelle ehrlich zu sich selbst. Der analytische Faktencheck, den Sie am besten schriftlich durchführen,  sollte allerdings nicht die alleinige Entscheidungsbasis darstellen. Nutzen Sie auch ihr Bauchgefühl als zusätzliche Entscheidungskomponente, da das Bauchgefühl als eine Art „Reservoir früher gemachter Erfahrungen“ fungieren kann. Vor der endgültigen Entscheidung kann es auch hilfreich sein, sich das Feedback von Menschen einzuholen, deren Meinung Ihnen wichtig ist und die Sie gut kennen.

Ist die Entscheidung  getroffen,  gilt es, diese zu kommunizieren in Form der Zusage gegenüber dem einen Unternehmen und auch der Absage gegenüber dem anderen Unternehmen. Insbesondere die Kommunikation der Absage erfordert Fingerspitzengefühl und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Professionalität unter Beweis zu stellen.

Bitte vergessen Sie nie: der Empfänger Ihrer Absage ist nicht irgendein unpersönlicher Adressat sondern am Ende immer ein Mensch – sei es der Personaler, der potentielle Chef oder auch der Geschäftsführer. Zeigen Sie dabei das gleiche Verhalten, das Sie für sich selbst in Anspruch nehmen. Zunächst bedeutet das, möglichst zeitnah und vor allen Dingen persönlich, also telefonisch und nicht per E-Mail, zu kommunizieren. Dabei ist es wichtig, dass Sie Ihre Wertschätzung gegenüber dem Unternehmen und den beteiligten Personen ausdrücken. Sie müssen ihre Entscheidung nicht in der Tiefe begründen, aber Sie sollten im Ansatz darlegen, dass Sie bestimmte Vorstellungen Ihrerseits  in dem anderen Jobangebot besser umsetzen können. Idealerweise können Sie – auf Rückfrage – die eine oder andere Vorstellung auch benennen. Damit zeigen Sie, dass Sie sich intensiv mit dem abgelehnten Jobangebot auseinandergesetzt haben. Ihr Ziel sollte ganz klar sein, bei den Beteiligten gut in Erinnerung zu bleiben. Wer weiß, vielleicht trifft man sich zu einem späteren Zeitpunkt in geschäftlichen Verhandlungen oder sogar erneut im Rahmen eines Bewerbungsprozesses für das gleiche Unternehmen.

Last but not least, vergessen Sie bitte nicht, ihre Online-Profile zu pflegen und zu zeigen, dass Sie nicht mehr auf dem Markt sind.

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Absagen – keiner will sie haben, aber jeder bekommt sie irgendwann

„Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Leider… “. Jeder Arbeitnehmer hat ein derartiges Schreiben in seinem Berufsleben wohl schon mindestens einmal erhalten – dieser „freundlichen“ Einleitung folgt meist eine Botschaft, die keiner wirklich haben will. Je nachdem wie viele dieser Absagen man bereits erhalten hat und wieviel Hoffnung man in den speziellen Bewerbungsprozess gesetzt hat, kann eine Absage ganz schön an die Substanz gehen. Auch die oft bemühte Äußerung „..Bitte sehen Sie dies nicht als persönliche Wertung“ ist aus Sicht des Betroffenen keine große Hilfe.

Eine Absage kann niederschmetternd sein, insbesondere wenn Sie aus Ihrer Perspektive das Anforderungsprofil gut erfüllen konnten bzw. ein vielversprechendes Vorstellungsgespräch stattfand, woraus Sie sich gute Chancen ausgerechnet haben. Als erste Reaktion empfindet man zunächst Enttäuschung, die es „zu verdauen“ gilt. Das ist zwar einerseits nachvollziehbar, sollte aber andererseits nicht dazu führen, die Motivation komplett zu verlieren.

Setzen Sie sich mit Absagen konstruktiv und selbstkritisch auseinander und versuchen Sie, daraus zu lernen – insbesondere wenn sich die Anzahl der Absagen häuft. Machen Sie sich Gedanken, wie Sie Ihre Bewerbung optimieren können.

Ein erster, wichtiger Schritt ist dabei, zu analysieren wie viele Absagen Sie gemessen an den gesamten Bewerbungen erhalten. An welchem Punkt im Bewerbungsverfahren erhalten Sie häufiger Absagen – direkt nach der Einsendung der Unterlagen, nach einem Telefoninterview oder erst nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch? Erfolgt die Absage auf eine konkrete Stellenanzeige oder auf eine Initiativbewerbung?

Die Antworten auf diese grundsätzlichen Fragen geben Ihnen erste Hinweise auf mögliche Verbesserungspotentiale:

  • Konnte ich die in der Stellenanzeige geforderten Anforderungen in ausreichendem Maße erfüllen? Bewerbe ich mich auf die richtigen bzw. zu mir passenden Stellen?
  • Ist mein Qualifikationsprofil im Lebenslauf verständlich und ausführlich genug beschrieben?
  • Wie ist die Wirkung meines Fotos im Lebenslauf? Stimmt die Qualität, Frisur und Kleidung?
  • Ist mein Anschreiben adressatengerecht aufgebaut?
  • Sind Sie auf häufig gestellte, mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch zu Ihrer Person, der Aufgabe und dem Unternehmen gut vorbereitet? Wie reagieren Sie auf „Fangfragen“ bzw. kritische Rückfragen des Interviewers?
  • Haben Sie eigene Fragen vorbereitet, mit deren Art und Inhalt Sie ausdrücken, wie kompetent und informiert Sie sind?
  • Wie ist mein persönliches Auftreten in Vorstellungsgesprächen (Kleidung, Stimme, Selbstbewusstsein etc.)
  • Welche Informationen findet man in sozialen Netzwerken über Sie? Was entsteht hier für ein Eindruck hinsichtlich Kompetenz und Seriosität?

Manchem fallen die einen oder anderen Verbesserungspotentiale in der Bewerbung selbst nicht auf. Hier kann es helfen, wenn ein Dritter Feedback gibt, der keine Probleme damit hat, die konkreten Punkte anzusprechen, aber nicht nur zu bemängeln sondern auch konkrete Hilfestellung zu leisten.

Die Gründe für eine Absage können vielfältig sein und sind selten nur auf einen einzigen Punkt zurück zu führen. Meistens bleiben die wahren Gründe für Absagen ein gut gehütetes Geheimnis der Entscheider, da das Unternehmen sich rechtlich vor dem Hintergrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht angreifbar machen will. Nichtsdestotrotz kann sich im Einzelfall eine Nachfrage beim Personaler oder auch beim potentiellen Fachvorgesetzten lohnen, wenn Sie in der Endauswahl der entscheidenden Kandidaten waren oder an einem konkreten Auswahlverfahren (Assessment Center) teilgenommen haben. Sie beweisen damit Selbstbewusstsein und Mut und erhalten im Idealfall Feedback und die Gelegenheit, etwas Neues über sich zu erfahren. Bitte begehen Sie dabei nicht den Fehler sich zu rechtfertigen, sondern beschränken Sie sich auf aufmerksames Zuhören.

Absagen sind im Geschäftsleben unvermeidbar. „Es kann nur Einen bzw. Eine geben“, alle anderen bekommen zwangsläufig eine Absage. Sie können nur daran arbeiten, der bzw. die Eine zu sein, wir unterstützen Sie gerne dabei.

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So prüfen Personaler Ihr Englisch

In immer mehr Unternehmen gehört die Kommunikation in englischer Sprache mit Geschäftspartnern, Kollegen oder Kunden zum täglichen Business.

Entsprechend wird bei Bewerbern meist auch auf ihre Englisch-Kenntnisse geachtet. Aber was gebe ich denn an?? Was unterscheiden Grundkenntnisse, gute, sehr gute oder verhandlungssichere Sprach-Kenntnisse.

Lesen Sie hierzu einen interessanten Artikel auf WIWO Online http://bit.ly/1MV7HgR

Foto: “Skylines/Shutterstock”

Arbeitgeber-Bewertung im Netz – warum beim nächsten Job Lotto spielen?

Jeder interessierte Arbeitnehmer oder Bewerber kennt diese oder eine ähnliche Situation:

Man interessiert sich für ein Unternehmen, spielt mit dem Gedanken, sich dort zu bewerben oder hat sich vielleicht bereits beworben und steht vor einem Vorstellungsgespräch. Beide Personengruppen haben das gleiche Bedürfnis: Wie komme ich an Eindrücke und Informationen über das Unternehmen und zwar jenseits der offiziellen Kanäle wie bspw. die Firmen-Homepage oder die firmeneigenen Marketingunterlagen („Hochglanzbroschüren“)? Wie sehen eigentlich die aktuellen Mitarbeiter, Bewerber oder auch ausgeschiedenen Mitarbeiter das jeweilige Unternehmen als Arbeitgeber?

Eine mögliche Informationsquelle für die gewünschten Antworten stellen „Arbeitgeber-Bewertungsportale“ im Netz dar. Sie bieten einen neuen Weg der Informationsbeschaffung aber auch der Imagebildung der Unternehmen und haben sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Doch wie aussagekräftig sind die Informationen dieser Bewertungsportale? Und was kann ich damit anfangen?

Einen interessanten Artikel, der wesentliche Punkte des Themas differenziert betrachtet, finden Sie im Handelsblatt online unter http://bit.ly/1zM69Os

Karriereturbo – Referenzen?

In anderen Ländern ist es schon lange so – in Deutschland auf dem Vormarsch: Zeugnisse verlieren mehr und mehr an Wert, die Unternehmen suchen sich Referenzgeber für potenzielle neue Mitarbeiter.

Aber sind Referenzen wirklich ein Karriereturbo?? Ein sehr interessanter Artikel hierzu finden Sie auf WirtschaftsWoche online unter http://bit.ly/1KikslP

 

Selbstmarketing – nur keine falsche Bescheidenheit

Eines meiner wichtigsten Themen in der Karriere- oder Newplacementberatung und Teil eines professionellen und zielführenden Selbstmarketings ist die eigene Präsentation der Mandanten in Vorstellungsgesprächen.

Sehr häufig erlebe ich hier Menschen, die sehr defensiv vorgehen und ihre eigentlichen Erfolge und besonderen Fähigkeiten nicht nach vorne stellen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, das hat nichts mit Angeben, übertriebener Selbstdarstellung oder gar Arroganz zu tun. Dies würde dem Interviewer im Gespräch sicherlich sehr bald negativ auffallen und Sie würden vermutlich nicht in den engeren Bewerberkreis kommen.

Damit meine ich, die bei den meisten Menschen vorhandene „innere Mauer“ zu überwinden, über sich selbst positiv zu sprechen. Reden Sie über Ihre Erfolge. Erzählen Sie von besonderen Projekten, die sie erfolgreich umsetzten konnten. Sprechen Sie über mögliche Auslandsaufenthalte und was sie dabei geprägt hat. Erklären Sie, wie Sie die Erfolge erreicht oder die Projekte bewältigt haben.

Nur so kann sich ein möglicher neuer Arbeitgeber ein umfassendes Bild von Ihnen und Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen machen.

Die besondere Herausforderung dabei ist aber auch, dass Sie nicht endlos berichten, sondern sich auf die wirklich wichtigen Themen fokussieren.

Ihre Eigenpräsentation, ohne Nachfragen der Interviewer, sollte 15 Minuten nicht überschreiten, alles andere wäre zu lang. Am besten Sie üben das zuhause in aller Ruhe, dann kann im Bewerbungsgespräch auch nichts schiefgehen.

Bleiben Sie authentisch!

Immer wieder erlebe ich in meiner beruflichen Praxis und als Berater, dass Bewerber versuchen eine Rolle zu spielen oder ständig überlegen, welche Antwort auf die gestellte Frage jetzt die Richtige wäre.

Selbst wenn diese „Strategie“ zum Erfolg – also zu einer Einstellung führen würde, so stellt sich meist schnell im Tagesgeschäft heraus, dass der Bewerber doch gänzlich anders ist und oft dadurch die Anforderungen an die Stelle nicht erfüllt, oder einfach über- oder unterfordert ist.

Mein Tipp – nein, es mehr eine Aufforderung an Sie – bleiben Sie immer authentisch. Beantworten Sie Fragen im Interview so, wie Sie wirklich sind. Welches sind Ihre tatsächlichen Stärken und Schwächen, wie würden Sie in bestimmten Situationen reagieren, würden Sie wirklich für den neuen Job umziehen?

Aber was genau meint eigentlich Authentizität??

Um authentisch zu sein, müssen, nach den Sozialpsychologen Kernis und Goldman vier Kriterien erfüllt sein:

  1. Bewusstsein: Damit meinen die Forscher, dass wir in hohem Maße selbstreflektiert sein sollten und unsere Stärken und Schwächen, als auch unsere „inneren Antreiber“, Gefühle und Motive kennen.
  2. Ehrlichkeit: Erzählen Sie die Wahrheit. Sobald ein neuer potenzieller Arbeitgeber merken würde, dass Sie die Unwahrheit sagen, kommt es sicherlich nicht zu einer Einstellung. Hierbei ist auch das Bewerbungsfoto gemeint. Sicher sind gute Bewerbungsfotos auch heute noch sehr wichtig. Vermeiden Sie allerdings durch Photoshop „optimierte“ Bilder, spätestens beim ersten Bewerbungsgespräch fällt das (negativ) auf.
  3. Konsequenz: Bleiben Ihren Werten und Einstellungen treu. Lassen Sie sich nicht verbiegen.
  4. Aufrichtigkeit: Jeder Mensch hat Fehler, keiner ist perfekt. Das darf auch bei einem Bewerberinterview sichtbar werden.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Authentizität und Ehrlichkeit im Rahmen von Bewerbungsgesprächen gemacht?

Diskutieren Sie mit uns darüber!

Umgang mit Bewerbern – Anspruch und Wirklichkeit

Eines vorneweg – vieles machen deutsche Betriebe gut und richtig bei der Suche nach neuen Mitarbeitern, doch leider passieren nach wie vor vermeidbare Fehler.

Aktuellen Studien zufolge findet in zunehmendem Maße ein fundamentaler Paradigmenwechsel statt. Das bedeutet, dass sich heutzutage – sicherlich nicht in der Breite, doch zunehmend in den sog. MINT-Qualifikationen – die Arbeitnehmer nicht mehr um die Arbeitgeber bewerben, sondern in umgekehrter Art und Weise die Arbeitgeber bei den Arbeitnehmern bewerben. Die Schlagworte des Fachkräftemangels, Demografiewandels und „Employer Branding“ sind in aller Munde, so dass ein professionelles Recruiting, das den Bewerber in den Mittelpunkt stellt, für viele Unternehmen unverzichtbar wird.

Diesem formulierten Anspruch werden aber längst nicht alle Unternehmen in der Realität gerecht, da ihr Umgang und Kontakt mit Bewerbern durchaus noch deutliches Verbesserungspotential aufweist, um nicht zu sagen manchmal zu wünschen übrig lässt.

Bei der Formulierung von Stellenanzeigen vernachlässigen manche Arbeitgeber die zu besetzenden Stellen attraktiv und werbend darzustellen. Sie achten dabei nicht (ausreichend) auf eine ausgewogene Formulierung von Aufgabeninhalten als Anreiz und Anforderungen an den Kandidaten. Um eine Imagewirkung zu entfalten sollten Stellenanzeigen auch in einer Form getextet sein, dass sich nicht nur fachlich geeignete Bewerber angesprochen fühlen.

Eine Kontaktaufnahme zu einer Ansprechperson in der Personalabteilung zur Klärung der einen oder anderen Nachfrage, gestaltet sich oftmals als Hürdenlauf. Manchmal wird sie sogar komplett verwehrt, indem man entweder keine Telefonnummer erhält oder die Telefonzentrale bzw. ihr Überlauf nicht zur Personalabteilung durchstellt. Offenheit und Freundlichkeit bei den Erreichbaren sind auch nicht selbstverständlich.

Jeder Bewerber weiß um den erheblichen Aufwand, der hinter einer guten Initiativbewerbung steckt, mit der man sein Interesse an diesem Arbeitgeber ausdrückt. Bei der Reaktion auf Bewerbungen steckt noch einiges an Optimierungspotenzial gerade auch bei Initiativbewerbungen. Diesem Einsatz und Interesse eines potentiellen Mitarbeiters entweder durch lange Reaktionszeiten oder überhaupt keine Reaktion zu begegnen, führt dazu, dass die jeweilige „Arbeitgeber-Marke“ negativ wahrgenommen wird, andere positive Rekrutierungsmaßnahmen in den Hintergrund treten und es im schlechtesten Fall  zu entsprechenden Bewertungen auf sog. Arbeitgeber-Bewertungsportalen kommt. Ein „Shitstorm“ ist schneller ausgelöst als wieder einzufangen.

Jede Bewerbung ist auch eine Chance für das Unternehmen – nicht nur für den Bewerber.

Entdecken Sie, welcher Arbeitgeber wirklich zu Ihnen passt!

In Zeiten des Internet kann man sich viele Informationen über potenzielle Arbeitgeber meist leicht und oft auch sehr ausführlich aus dem Netz holen.

Immer mehr Unternehmen gehen zusätzlich dazu über, auch kurze Videos über das Unternehmen oder bestimmte Berufe ins Internet zu stellen.

Seit einiger Zeit gibt es eine Sammlung dieser Videos leicht auffindbar auf  http://www.jobtv24.de/.

Diese Videos zeigen, was hinter den Unternehmen, Stellenangeboten und Berufsbildern steckt. Sie sehen dort oftmals den Arbeitsalltag, die Büros und die gesamte Arbeitsumgebung.

Diese Informationen geben zumeist nicht nur ein gutes Bild des Unternehmens ab, sondern sind auch sehr hilfreich bei der Vorbereitung von Bewerbungsinterviews (Unternehmenskultur, Kleiderordnung etc.).

Besonders hilfreich finde ich auch die Suchfunktion nach Branchen oder den Unternehmen selbst.

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