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Bewerber-Check im Netz

Darstellung im Lebenslauf ist wichtig – doch hält Ihre Bewerbung einem Check im Netz stand?

Der Lebenslauf und seine Bedeutung im Bewerbungsprozess sind erst kürzlich in der Studie Recruiting Trends 2017 nochmals eindeutig herausgestellt worden. Bei ausgeschriebenen Stellen ist für 99% der Personaler ein strukturierter und aussagefähiger Lebenslauf das A und O der Bewerbung – zumindest für die erste Vorauswahl, um zu erkennen, ob ein Bewerber fachlich in Frage kommt.

Im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses werden aber dann auch andere Beurteilungsinstrumente bzw. Informationsquellen benutzt. In den häufig zwei bis drei Auswahlrunden kommt es zu persönlichen Vorstellungsgesprächen, aus denen sich dann in der Regel zwei bis drei „Kandidaten der Endrunde“ herauskristallisieren.

Eindruck offline – Eindruck online

Mit diesen Endrundenkandidaten befassen sich Personaler dann sehr genau. Hier kommt es darauf an, den bisher entstandenen fachlichen und persönlichen Eindruck weiter abzurunden, da mit der richtigen Personalentscheidung für das Unternehmen doch einiges auf dem Spiel steht. Ein wichtiges – weil öffentlich zugängliches – Instrument dafür ist der „Profil-Check“ in sozialen Medien, der für Personaler nichts Neues ist. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass sich die beruflichen Angaben in den jeweiligen Medien mit den Angaben im Lebenslauf und natürlich auch mit den Aussagen im Vorstellungsgespräch decken. Inhaltliche Widersprüche an dieser Stelle führen zu Zweifeln, die vermeidbar und kontraproduktiv sind.

Ein gut gepflegtes Profil in den stärker beruflich orientierten Netzwerken XING und LinkedIn sollte einen übersichtlichen und professionellen Eindruck der Person erzeugen. In den eher privat ausgerichteten Netzwerken wie Facebook sollte man berücksichtigen, welche privaten Informationen und vor allem auch welche Bilder man von sich preisgibt. Hier kommen Partybilder oder negative Kommentare über frühere Arbeitgeber nicht gut an. Der Name des Bewerbers wird gerne auch mal durch eine Suchmaschine gejagt. Immerhin geben in der Studie 49% der Personaler an, Kandidaten in Einzelfällen über eine Websuche bspw. per Google überprüft zu haben, und 29% der Personaler überprüften bei Einzelfällen das Facebook-Profil der Kandidaten. Im Ergebnis führten diese Checks dann bei rund 12%  der Kandidaten zu Absagen. Schade für die Kandidaten, da dies höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen wäre!

Gute Profile helfen denen, die sie haben!

Gut gepflegte Profile in den jeweiligen Netzwerken sind nicht nur in einer aktiven Bewerbungsphase entscheidend. Sie werden zunehmend bedeutsamer, wenn man berücksichtigt, dass soziale Netzwerke für die Hälfte aller Personaler zu den wichtigsten Rekrutierungskanälen gehören. Gerade größere Unternehmen und auch Personalberater betreiben hier Active Sourcing, also die gezielte Ansprache von Bewerber über Online-Plattformen.

Nutzen Sie ihre Chancen und verstärken Sie ihr persönliches Profil durch gute Profile im Netz. Holen Sie sich dazu am besten Feedback von Freunden oder auch professionelle Unterstützung eines Beraters.

Welche Erfahrungen haben Sie zu diesem Thema gemacht?

Foto: “Andrey_Popov/Shutterstock”

Passt der neue Job zu Ihrer Persönlichkeit?

Hurra!! Sie haben es geschafft!! Ein Unternehmen bietet Ihnen eine neue sehr spannende und gut dotierte Aufgabe an.

Passe ich zum Unternehmen?

Trotzdem stellt sich vielen Bewerbern die Frage – passe ich zu dem Unternehmen, seiner Kultur und seinen Werten? Soll ich jetzt meinen aktuellen Job dafür kündigen??

Sicherlich kann man sich jetzt über das neue Unternehmen erkundigen. Sie können im Freundeskreis fragen, ob jemand das Unternehmen kennt und wie sich die Mitarbeiter fühlen die darin arbeiten. Bestimmt werden Sie auch wissen wollen welche Unternehmenskultur dort vorherrscht. Sie können auch die Unternehmensbewertungen im Internet aufsuchen und versuchen zu verstehen, was das für eine Firma ist.

Aber kennen Sie sich selbst gut genug um abzuschätzen welches Unternehmen wirklich zu Ihnen passt?

Was bringt eine persönliche Standortbestimmung?

Hier hilft oftmals eine berufliche Standortbestimmung mit einem erfahrenen Karrierecoach. Dabei werden Ihre Persönlichkeit, Ihre Einstellung zur Arbeit, die persönliche Lebensplanung und Ihre berufliche Vision erarbeitet und diese können dann leichter mit dem Wunschunternehmen abgeglichen werden.

So schaffen Sie es die für Sie individuell richtige Entscheidung zu treffen. Dies hilft Ihnen auch, sehr schnell an die neue Kultur im Unternehmen „anzudocken“. Die Gefahr in der Probezeit zu scheitern wird dadurch wesentlich verringert.

Foto: “Nattakorn_Maneerat/Shutterstock”

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Sind häufige Jobwechsel karrierefördernd?

Immer wieder werde ich von meinen Mandanten oder im Freundeskreis gefragt, ob häufige Jobwechsel gut oder schlecht sind, wenn man sich bewerben will.

Die meisten gehen davon aus, dass es besser ist, sehr lange beim selben Arbeitgeber gearbeitet zu haben. Das ist leider nicht immer richtig.

Jobhopper will keiner

Sicherlich, wenn Sie immer wieder innerhalb kurzer Zeit (z.B. im Jahresrhythmus) Ihre Jobs wechseln, werden Sie schnell zum Jobhopper abgestempelt. Arbeitgeber gehen dann davon aus, dass Sie auch beim neuen Unternehmen nur sehr kurze Zeit bleiben werden – Ihre Chancen im Bewerbungsprozess sinken rapide.

Wann ist der richtige Zeitpunkt den Job zu wechseln?

Diese Frage ist sicherlich nicht pauschal zu beantworten. Sie sollten schon grundsätzlich immer drei bis fünf Jahre in einer Position bleiben. Wichtig dabei ist aber – wenn Sie sich nicht mehr weiterentwickeln können und die Aufgabe nur noch zur Routine wird – dann ist es höchste Zeit die Aufgabe oder den Arbeitgeber zu wechseln.

Was bringen häufigere Jobwechsel?

Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren auf dem Arbeitsmarkt gehören heute aktuelles Wissen und große Erfahrung. Jedes Unternehmen arbeitet anders, hat andere Abläufe und Prozesse, dies hilft Ihnen Neues zu lernen und ein „Scheuklappendenken“ zu verhindern. Außerdem steigern neue herausfordernde Aufgaben in der Regel nicht nur die Motivation, sondern auch den Spaß an der Arbeit.

Eine der schönsten „Nebenwirkungen“ der Jobwechsel ist, dass Sie ganz nebenbei auch Ihren Marktwert steigern – dies zahlt sich aus meiner Erfahrung sehr häufig auch finanziell aus, oder führt zu einem beruflichen Aufstieg.

Außerdem helfen häufigere Wechsel auch Interviewsituationen zu trainieren – man wird in der Regel dadurch selbstbewusster und kann seine eigenen Stärken besser „verkaufen“. Gerade in der heutigen Zeit ist aber auch wichtig, berufliche Netzwerke aufzubauen – auch dabei helfen die Jobwechsel.

Ihnen ist Sicherheit wichtig?

Viele Arbeitnehmer wechseln Ihren Job nicht, weil sie Angst vor Veränderung haben oder glauben, die Probezeit nicht zu bestehen.

Ich kann diese Ängste nachvollziehen.

Allerdings sollte niemand glauben, dass es heutzutage noch Karrieren gibt, bei welchen Sie nach der Ausbildung oder dem Studium in ein Unternehmen eintreten und auch dort in Rente gehen.

Auch nach einem Tarifvertrag unkündbare Mitarbeiter können in schwierigen Unternehmenssituationen gekündigt werden!!

Wichtig ist dabei aber, dass Sie die richtige Aufgabe und die richtige Firma finden, dann ist das Risiko in der Probezeit gekündigt zu werden extrem gering. Bleiben Sie also im Vorstellungsgespräch authentisch und bei der Wahrheit.

Auch Unternehmen suchen heute nach Mitarbeitern, die einige Jahre bleiben. Viele Unternehmen haben aber auch erkannt, dass eine gewisse Fluktuation ihnen hilft gut qualifizierte, neue Mitarbeiter an Bord zu nehmen. Langjährige Karrieren auf derselben Position werden daher auch in vielen Unternehmen immer kritischer gesehen.

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Berufliche Neuorientierung mit über 50 – unmöglich??

Immer wieder werde ich gefragt, ob es denn nicht unmöglich ist, sich mit einem Lebensalter von über 50 Jahren noch erfolgreich für einen anderen Job zu bewerben.

Sicherlich ist diese Frage auch berechtigt, denn über viele Jahrzehnte war oftmals das Höchstalter bei einer Einstellung rund 40 Jahre. Zum Glück hat sich das seit vielen Jahren geändert.

Demografischer Wandel

Nicht nur der demografische Wandel hat dieses Umdenken in den Personalbereichen der Unternehmen bewirkt, sondern auch die Tatsache, dass heute 50-jährige gesünder und fitter sind als gleichaltrige Menschen vor einigen Jahrzehnten.

Forscher haben herausgefunden, dass die Hirnleistung eines heute 70-jährigen dem eines 50-jährigen in den 1960er Jahren entspricht. Wir Menschen bleiben also nicht nur körperlich sondern auch geistig fitter und beweglicher als das noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Die “magische Altersgrenze”

Von daher haben auch die meisten Unternehmen keine Probleme damit Mitarbeiter über 50 Lebensjahren einzustellen. Die „magische Grenze“ hat sich meiner Erfahrung nach auf das 60. Lebensjahr verschoben. Über 60-jährige haben es tatsächlich auch heute noch schwer eine neue Festanstellung zu finden. Hier können unter Umständen alternative Arbeitsmodelle (freie Beratertätigkeit, befristete Arbeitsverhältnisse oder Zeitarbeit) helfen wieder eine Beschäftigung zu finden.

Karrieresprung

Meine Mandanten in der Karriere- und Outplacementberatung sind zumeist zwischen Ende 40 und Anfang bis Mitte 50. In der Regel finden auch alle neue, berufliche Herausforderungen. Oftmals geht diese berufliche Veränderung auch noch mit einem Karrieresprung einher.

Man erkennt sehr deutlich, dass Unternehmen die Lebens- und Berufserfahrungen dieser Altersgruppe schätzen.

Besonders wichtig ist aber – und das gilt für alle Berufs- und Altersgruppen – dass Sie über aktuelles berufsbezogenes Wissen verfügen. Bilden Sie sich daher regelmäßig weiter und nutzen Sie gegebenenfalls die Angebote Ihres Arbeitgebers.

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„Verbrennen“ auch Sie sich auf dem Arbeitsmarkt?

Leider gibt es sehr oft Menschen, die sich durch eine nicht zum Anforderungsprofil passende Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt „verbrennen“. Wie kommt so etwas eigentlich?

Ihre Bewerbung – der Fit von Anforderungsprofil und Qualifikation

In meiner langjährigen Karriere im Personalbereich und bei einer Personalberatung bin ich immer wieder erstaunt, wie unbedarft Bewerber sich auf völlig unpassende Stellen bewerben. Da senden Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen, obwohl weder die geforderten Qualifikationen noch die genannte Ausbildung passt.

Auch erhalten Firmen wie Personalberater immer wieder Bewerbungen auf Stellen, bei denen dem Bewerber bereits vor kurzer Zeit abgesagt wurde. Nach Absagen sich immer wieder auf dieselbe Stelle zu bewerben bringt einfach nichts!!

Besonders erschreckend finde ich immer Bewerber, die sich – teilweise am selben Tag – auf völlig unterschiedliche Stellen bewerben. Da meint der Bewerber er könnte Vertriebsleiter, Personalleiter oder Einkaufsleiter werden – oftmals passt der Bewerber auf gar keine dieser Stellen.

Lassen Sich mich versuchen Ihnen hier einige Tipps zu geben, damit Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nicht verbrennen:

Die Unternehmen erstellen zu jeder offenen Stelle ein sog. „Anforderungsprofil“. Dieses Anforderungsprofil unterteilt sich in der Regel in zwei Bereiche. Zum einen in die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen (Ausbildung, Studium, berufliche Erfahrungen, Sprachkenntnisse etc.) und zum anderen in die „weichen“ Faktoren (Softskills) wie z.B. Kundenorientierung, Teamfähigkeit usw.

Gerade die „weichen“ Faktoren (Softskills) lassen in der Regel großen Interpretationsspielraum.

Ganz anders das „harte“ Anforderungsprofil. Hier müssen Sie besonders aufmerksam lesen, Interpretationsspielraum gibt es hier in der Regel nicht. Ganz besonders sollten Sie darauf achten, ob bestimmte Anforderungen unbedingt vorhanden sein müssen:

  • unabdingbar sind Kenntnisse in ……
  • aufgrund der internationalen Ausrichtung werden verhandlungssichere Englischkenntnisse vorausgesetzt

Wenn Sie diese Anforderungen nicht erfüllen, ist eine Bewerbung in der Regel erfolglos!!

Anders verhält es sich, wenn das „harte“  Anforderungsprofil vom Unternehmen selbst aufgeweicht wird. Beispiel dafür sind folgende Formulierungen:

  • …. wäre wünschenswert …
  • ……. ist ein Plus …,
  • idealerweise haben Sie Kenntnisse in …….

Hier haben Sie auch Chancen, wenn Sie das Anforderungsprofil mit diesen weichen Formulierungen nicht gänzlich erfüllen.

Achten Sie bei künftigen Bewerbungen auf diese Formulierungen und Sie werden sehen, die Zahl der Absagen wird sich verringern und Sie verbrennen sich nicht.

Noch ein Tipp: Sollten Sie sich weiter unsicher sein, ob Sie auf die ausgeschriebene Stelle passen, so hilft oftmals ein Anruf beim genannten Ansprechpartner im Unternehmen oder beim Personalberater.

Foto: “rawf8/Shutterstock”

Absage mal anders herum

Es hat geklappt! Auf diesen Punkt haben Sie hingearbeitet mit Ihrem Bewerbungsprozess – und ernten nun die Früchte, besser gesagt den Erfolg. Im Idealfall erhalten Sie nicht nur ein Jobangebot sondern zwei oder auch mehrere. Was sich im ersten Moment für viele Bewerber als Traumkonstellation anhört, kann aber auch ein Luxusproblem sein. Nun sind Sie als Bewerber gefragt, der entscheiden muss!

Zunächst geht es nämlich darum – trotz aller Euphorie – die einzelnen Jobangebote zu bewerten. Dabei ist es wichtig, sich nicht nur von einem Fakt z.B. dem jeweiligen Gehalt leiten zu lassen, sondern mehrere Faktoren differenziert zu bewerten. Hierbei sollten Sie sowohl Unternehmenskriterien bspw. Internationalität, Unternehmensstruktur oder Anzahl der Hierarchieebenen berücksichtigen als auch wesentliche Aspekte der angebotenen Position bspw. Komplexität der Aufgabenstellung, Freiräume oder Entwicklungsmöglichkeiten analysieren.

Tatsächliche Aussagekraft im Sinne einer Entscheidungshilfe erhalten Ihre Analysen aber erst dann, wenn Sie diese abgleichen mit ihren Vorstellungen zur gewünschten Zielposition bzw. Zielunternehmens, also ihren persönlichen Entscheidungskriterien. Hier können einzelne Punkte, z. B. Standort des Unternehmens vor dem Hintergrund der familiären Situation, Reisebereitschaft etc. ein größeres Gewicht haben als andere. Seien Sie an dieser Stelle ehrlich zu sich selbst. Der analytische Faktencheck, den Sie am besten schriftlich durchführen,  sollte allerdings nicht die alleinige Entscheidungsbasis darstellen. Nutzen Sie auch ihr Bauchgefühl als zusätzliche Entscheidungskomponente, da das Bauchgefühl als eine Art „Reservoir früher gemachter Erfahrungen“ fungieren kann. Vor der endgültigen Entscheidung kann es auch hilfreich sein, sich das Feedback von Menschen einzuholen, deren Meinung Ihnen wichtig ist und die Sie gut kennen.

Ist die Entscheidung  getroffen,  gilt es, diese zu kommunizieren in Form der Zusage gegenüber dem einen Unternehmen und auch der Absage gegenüber dem anderen Unternehmen. Insbesondere die Kommunikation der Absage erfordert Fingerspitzengefühl und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Professionalität unter Beweis zu stellen.

Bitte vergessen Sie nie: der Empfänger Ihrer Absage ist nicht irgendein unpersönlicher Adressat sondern am Ende immer ein Mensch – sei es der Personaler, der potentielle Chef oder auch der Geschäftsführer. Zeigen Sie dabei das gleiche Verhalten, das Sie für sich selbst in Anspruch nehmen. Zunächst bedeutet das, möglichst zeitnah und vor allen Dingen persönlich, also telefonisch und nicht per E-Mail, zu kommunizieren. Dabei ist es wichtig, dass Sie Ihre Wertschätzung gegenüber dem Unternehmen und den beteiligten Personen ausdrücken. Sie müssen ihre Entscheidung nicht in der Tiefe begründen, aber Sie sollten im Ansatz darlegen, dass Sie bestimmte Vorstellungen Ihrerseits  in dem anderen Jobangebot besser umsetzen können. Idealerweise können Sie – auf Rückfrage – die eine oder andere Vorstellung auch benennen. Damit zeigen Sie, dass Sie sich intensiv mit dem abgelehnten Jobangebot auseinandergesetzt haben. Ihr Ziel sollte ganz klar sein, bei den Beteiligten gut in Erinnerung zu bleiben. Wer weiß, vielleicht trifft man sich zu einem späteren Zeitpunkt in geschäftlichen Verhandlungen oder sogar erneut im Rahmen eines Bewerbungsprozesses für das gleiche Unternehmen.

Last but not least, vergessen Sie bitte nicht, ihre Online-Profile zu pflegen und zu zeigen, dass Sie nicht mehr auf dem Markt sind.

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Absagen – keiner will sie haben, aber jeder bekommt sie irgendwann

„Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Leider… “. Jeder Arbeitnehmer hat ein derartiges Schreiben in seinem Berufsleben wohl schon mindestens einmal erhalten – dieser „freundlichen“ Einleitung folgt meist eine Botschaft, die keiner wirklich haben will. Je nachdem wie viele dieser Absagen man bereits erhalten hat und wieviel Hoffnung man in den speziellen Bewerbungsprozess gesetzt hat, kann eine Absage ganz schön an die Substanz gehen. Auch die oft bemühte Äußerung „..Bitte sehen Sie dies nicht als persönliche Wertung“ ist aus Sicht des Betroffenen keine große Hilfe.

Eine Absage kann niederschmetternd sein, insbesondere wenn Sie aus Ihrer Perspektive das Anforderungsprofil gut erfüllen konnten bzw. ein vielversprechendes Vorstellungsgespräch stattfand, woraus Sie sich gute Chancen ausgerechnet haben. Als erste Reaktion empfindet man zunächst Enttäuschung, die es „zu verdauen“ gilt. Das ist zwar einerseits nachvollziehbar, sollte aber andererseits nicht dazu führen, die Motivation komplett zu verlieren.

Setzen Sie sich mit Absagen konstruktiv und selbstkritisch auseinander und versuchen Sie, daraus zu lernen – insbesondere wenn sich die Anzahl der Absagen häuft. Machen Sie sich Gedanken, wie Sie Ihre Bewerbung optimieren können.

Ein erster, wichtiger Schritt ist dabei, zu analysieren wie viele Absagen Sie gemessen an den gesamten Bewerbungen erhalten. An welchem Punkt im Bewerbungsverfahren erhalten Sie häufiger Absagen – direkt nach der Einsendung der Unterlagen, nach einem Telefoninterview oder erst nach einem persönlichen Vorstellungsgespräch? Erfolgt die Absage auf eine konkrete Stellenanzeige oder auf eine Initiativbewerbung?

Die Antworten auf diese grundsätzlichen Fragen geben Ihnen erste Hinweise auf mögliche Verbesserungspotentiale:

  • Konnte ich die in der Stellenanzeige geforderten Anforderungen in ausreichendem Maße erfüllen? Bewerbe ich mich auf die richtigen bzw. zu mir passenden Stellen?
  • Ist mein Qualifikationsprofil im Lebenslauf verständlich und ausführlich genug beschrieben?
  • Wie ist die Wirkung meines Fotos im Lebenslauf? Stimmt die Qualität, Frisur und Kleidung?
  • Ist mein Anschreiben adressatengerecht aufgebaut?
  • Sind Sie auf häufig gestellte, mögliche Fragen im Vorstellungsgespräch zu Ihrer Person, der Aufgabe und dem Unternehmen gut vorbereitet? Wie reagieren Sie auf „Fangfragen“ bzw. kritische Rückfragen des Interviewers?
  • Haben Sie eigene Fragen vorbereitet, mit deren Art und Inhalt Sie ausdrücken, wie kompetent und informiert Sie sind?
  • Wie ist mein persönliches Auftreten in Vorstellungsgesprächen (Kleidung, Stimme, Selbstbewusstsein etc.)
  • Welche Informationen findet man in sozialen Netzwerken über Sie? Was entsteht hier für ein Eindruck hinsichtlich Kompetenz und Seriosität?

Manchem fallen die einen oder anderen Verbesserungspotentiale in der Bewerbung selbst nicht auf. Hier kann es helfen, wenn ein Dritter Feedback gibt, der keine Probleme damit hat, die konkreten Punkte anzusprechen, aber nicht nur zu bemängeln sondern auch konkrete Hilfestellung zu leisten.

Die Gründe für eine Absage können vielfältig sein und sind selten nur auf einen einzigen Punkt zurück zu führen. Meistens bleiben die wahren Gründe für Absagen ein gut gehütetes Geheimnis der Entscheider, da das Unternehmen sich rechtlich vor dem Hintergrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht angreifbar machen will. Nichtsdestotrotz kann sich im Einzelfall eine Nachfrage beim Personaler oder auch beim potentiellen Fachvorgesetzten lohnen, wenn Sie in der Endauswahl der entscheidenden Kandidaten waren oder an einem konkreten Auswahlverfahren (Assessment Center) teilgenommen haben. Sie beweisen damit Selbstbewusstsein und Mut und erhalten im Idealfall Feedback und die Gelegenheit, etwas Neues über sich zu erfahren. Bitte begehen Sie dabei nicht den Fehler sich zu rechtfertigen, sondern beschränken Sie sich auf aufmerksames Zuhören.

Absagen sind im Geschäftsleben unvermeidbar. „Es kann nur Einen bzw. Eine geben“, alle anderen bekommen zwangsläufig eine Absage. Sie können nur daran arbeiten, der bzw. die Eine zu sein, wir unterstützen Sie gerne dabei.

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Hilfe, mir droht eine Kündigung durch den Arbeitgeber

Trotz guter Konjunktur und einem immer größer werdenden Fachkräftemangel, bleibt es nicht aus, dass Arbeitnehmer aus den unterschiedlichsten Gründen gekündigt werden.

Für die Betroffenen ist das zumeist erst einmal ein großer Schock, der überwunden werden muss.

Nachstehend möchten wir den Betroffenen einige Tipps und Hinweise geben, wie sie mit dieser Situation umgehen sollten und was wirklich hilft:

Bleiben Sie ruhig und reagieren Sie nicht sofort

Sie sind geschockt und tief verletzt. Das führt häufig dazu unbedachte Äußerungen zu tätigen, die den gesamten weiteren Prozess (Verhandlung der gesamten Ausstiegsmodalitäten wie Abfindung, Freistellung, Abschlusszeugnis oder Outplacementberatung) nur negativ belasten.

Unterschreiben Sie nie einen Aufhebungsvertrag, ohne darüber geschlafen zu haben

Manche Unternehmen bieten den betroffenen Mitarbeitern einen Aufhebungsvertrag an. Das kann für beide Seiten Vorteile haben. Sie werden z. B. mit einer Abfindung und vielleicht mit einer Outplacementberatung in ihrer beruflichen Neuorientierung unterstützt; der Arbeitgeber hat kein Risiko, dass ein Kündigungsschutzprozess vor dem Arbeitsgericht droht.

Wichtig dabei ist aber: Nie sofort unterschreiben, sondern genau die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen – vielleicht mit einem Berater. Die Arbeitsagentur setzt rechtlich den Aufhebungsvertrag mit einer Eigenkündigung gleich und sperrt unter Umständen die Zahlung des Arbeitslosengelds für bis zu 12 Wochen.

Akzeptieren Sie die Entscheidung und nehmen Sie sie nicht persönlich

Diskutieren Sie nicht mit dem Arbeitgeber warum gerade Sie und nicht ein anderer Mitarbeiter das Unternehmen verlassen muss. Ihr Arbeitgeber hat sich diese Entscheidung bestimmt nicht einfach gemacht und wird sie nicht ändern.

In den allermeisten Fällen, in den meine Mandaten das Unternehmen verlassen mussten, lag es nicht an der Arbeitsleistung der Mitarbeiter, sondern an der Situation im Unternehmen (z. B. betriebsbedingter Stellenabbau) oder der fehlenden persönlichen Passung zwischen der Führungskraft oder dem Eigentümer und dem Arbeitnehmer.

Bitte keine „schmutzige Wäsche waschen“

Es bringt jetzt gar nichts, über andere Kollegen oder Führungskräfte herzuziehen und „Geheimnisse“ preiszugeben, auch das ändert an der Entscheidung nichts.

Beginnen Sie möglichst bald mit ihrer beruflichen Neuorientierung

Auch wenn Sie ein schönes Polster an Abfindung bekommen haben, starten Sie möglichst bald mit Ihrer beruflichen Neuorientierung – die Zeit vergeht schneller als Sie denken.

Arbeiten Sie Ihre persönlichen Stärken gezielt heraus und überlegen Sie sich genau, welche beruflichen Ziele Sie haben. Bedenken Sie dabei auch mögliche Alternativen (Branchen- oder Funktionswechsel, Selbständigkeit etc.). Nicht selten, dass gekündigte Mitarbeiter eine noch interessantere Position gefunden haben.

… Achterbahn der Gefühle

Jeder geht mit dem Schock einer Kündigung anders um: Manche Menschen reden nicht mehr und ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück, andere zeigen heftigste emotionale Reaktionen und andere erleiden einen Zusammenbruch.

Diese emotionale Ausnahmesituation ist vergleichbar mit dem Ende einer langjährigen Beziehung.

Die anschließenden Phasen nennen Psychologen „Roller Coaster Ride“ – eine Achterbahn der Gefühle.

Versuchen Sie sich in dieser Phase möglichst schnell vom bisherigen Unternehmen abzukoppeln. Telefonieren Sie nur noch in wirklich wichtigen Fällen mit früheren Kollegen. Suchen Sie sich neutrale Gesprächspartner oder einen Karrierecoach, mit denen Sie das erlebte verarbeiten können. Nur so schaffen Sie schnell einen wirklichen und zielführenden Neuanfang.

Foto: “baranq/Shutterstock”

Trennung vom Arbeitgeber in Sicht – wann ist der richtige Zeitpunkt für Beratung und Unterstützung?

Den Arbeitsplatz auf Lebenszeit gibt es nicht mehr. In Zeiten von Globalisierung, Rationalisierung und Fusionen kommt es immer wieder zu Situationen, in denen sich Arbeitnehmer wieder neu orientieren müssen. Das hat jedoch nicht nur Nachteile. Wenn Unternehmen und Arbeitnehmer lernen, sich fair und professionell voneinander zu trennen, bietet die berufliche Veränderung durchaus für beide Seiten Chancen. Diesen meist unfreiwilligen Neubeginn nutzen inzwischen so manche Arbeitnehmer erfolgreich – nicht zuletzt dank eines professionellen Beraters.

Der Alltag in deutschen Unternehmen sieht oftmals noch folgendermaßen aus:

Entweder plant Ihr Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen Entlassungen und Sie wissen oder ahnen, dass Sie davon betroffen sind, oder Sie werden in einem Gespräch mit Ihrer Führungskraft und/oder einem Personaler davon überrascht, dass man sich von Ihnen aus individuellen mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen trennen will.

Üblicherweise führt der nächste Weg der Betroffenen – nach einer gewissen Schockstarre und Ohnmachtsgefühlen – erst einmal zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Dieser Anwalt handelt dann im Sinne des vorrangigen Anliegens seines Mandanten. Das oberste Ziel ist dann oft darauf beschränkt, die Trennung so teuer wie möglich zu gestalten, sprich: die Abfindungssumme zu maximieren. Dieses Ansinnen ist aus Sicht der betroffenen Mitarbeiter und ihrer Anwälte auf den ersten Blick nachvollziehbar, doch fokussiert es den Trennungsprozess rein auf den Austritt aus dem bisherigen Unternehmen unter Berücksichtigung nur einer Gestaltungsvariante, nämlich der Abfindung. Andere Gestaltungsmerkmale bleiben – nicht zuletzt in Unkenntnis des Anwalts und seines Mandanten – in der Regel außen vor, was nicht immer zum langfristigen Vorteil des Betroffenen sein kann.

Eine Trennung vom Arbeitgeber bedeutet das Ende einer manchmal langjährigen Arbeitsbeziehung, gleichzeitig aber auch den Beginn eines neuen Prozesses hin zu einem anderen Arbeitgeber. Der Gesamtprozess der beruflichen Veränderung besteht deshalb aus zwei Teilprozessen: dem Ausstieg beim alten Arbeitgeber und dem Einstieg bei einem neuen Arbeitgeber. Das Mandat des Anwalts beschränkt sich nur auf den ersten Teil.

Der zweite Teilprozess wird in Trennungsverhandlungen leider oft gar nicht bzw. nur selten berücksichtigt, obwohl dieser Punkt das eigentlich bedeutendere Ziel für den Betroffenen darstellt.

Ein professioneller Berater kann den ausscheidenden Mitarbeiter in der Phase der beruflichen Neuorientierung begleiten, und zwar idealerweise rechtzeitig eingebunden bereits vor dem endgültigen Ausscheiden aus der alten Arbeitsstelle bis zum Antritt einer neuen Arbeitsstelle. Hierfür kann eine Outplacement-Beratung – zu einem frühen Zeitpunkt als zusätzliches Gestaltungsmerkmal in den Trennungsverhandlungen mit einbezogen – neue Perspektiven eröffnen. Der Outplacement-Berater kann für ausscheidende Mitarbeiter hilfreich sein, da dessen Fokus über einen längeren Zeitraum reicht. Der gemeinsame Weg zwischen Outplacement-Berater und ausscheidendem Mitarbeiter beginnt meist dort, wo der gemeinsame Weg mit dem Anwalt endet.

Holen Sie sich Halt, Orientierung und Begleitung für neue berufliche Perspektiven. Lassen Sie uns darüber reden. Rechtzeitig.

Weitere Informationen zur Outplacementberatung von Liebich & Partner erhalten Sie hier

Warum verharren Menschen in Positionen die sie unglücklich machen??

Einmal im Jahr führt das renommierte Beratungshaus Gallup (gallup.de) eine bundesweite Befragung von Beschäftigen durch, um deren Einsatz und die Einstellung zu Ihrem Arbeitgeber zu erheben.

Für die aktuelle Studie (2014) wurden wieder über 2.000 Arbeitnehmer, die durch ein Zufallsprinzip ermittelt wurden, befragt. Die Studie ist damit repräsentativ für alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren.

Wie in jedem Jahr ergab auch die Studie für das Jahr 2014, dass nur rund 15% aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufweisen. Eine geringe emotionale Bindung geben rund 70% der Befragten an. Keine emotionale Bindung weisen 15% der Mitarbeiter auf. Diese Mitarbeiter haben sicherlich bereits innerlich gekündigt.

Die Ergebnisse der aktuellen Befragung decken sich in hohem Maße mit den Ergebnissen aus den vorangegangenen Jahren. Lediglich die Zahl der Menschen ohne emotionale Bindung zum Arbeitgeber hat sich etwas verbessert.

Was bleibt sind aber rund 85% aller Arbeitnehmer, die keine oder nur eine geringe Leidenschaft für ihre Arbeit zeigen. Viele von ihnen suchen die fehlende Bestätigung oder den fehlenden Spaß in Freizeitaktivitäten wie Sport oder Vereinsaufgaben.

Ich frage mich aber immer wieder:

Warum wechseln diese Arbeitnehmer – zumindest die Mitarbeiter ohne emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber – nicht den Arbeitsplatz oder suchen sich eine neue berufliche Aufgabe?

Sicher, dahinter stehen natürlich finanzielle Aspekte und die Angst den derzeit erreichten Lebensstandard nicht halten zu können, aber macht so ein Job nicht auf Dauer krank und extrem unzufrieden??

Wie sehen Sie das?? Welche Erfahren haben Sie gemacht??