Die wichtigsten Tipps und Tricks zur Mitarbeiterbindung für den Mittelstand

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Die globalisierte, digitalisierte Welt ist komplex, schnell und ständig im Wandel. Eine Herausforderung für Unternehmen auf den Weg in die Zukunft. Die beste Unternehmensstrategie nützt dabei nichts, wenn im Unternehmen die zur Umsetzung benötigten Kernkompetenzen, sprich die richtigen Mitarbeiter, fehlen. Vor dem Hintergrund des leergefegten Arbeitsmarktes und der sich stetig ändernden Anforderungen im Unternehmen ist das Thema Mitarbeiter zum erfolgskritischen Faktor geworden.

  • Machen Sie HR zur Chefsache

    In der Realität wird das in zahlreichen mittelständischen Unternehmen noch nicht entsprechend umgesetzt: Zu oft wird der Personalbereich nur als interner Dienstleister betrachtet, dessen Fokus zu stark auf administrativen Aufgaben liegt. Daher nochmals in aller Deutlichkeit: Von der Fähigkeit, die richtigen Menschen zu finden, zu binden und zu entwickeln, hängt es ab, ob ein Unternehmen überhaupt zukunftsfähig ist. Personalarbeit ist Sache der Geschäftsführung und der Führungskräfte.

  • Mitarbeiterportfolio – welche Mitarbeiter brauchen Sie, um die Zukunft zu gestalten

    Im ersten Schritt müssen Sie sich Klarheit darüber verschaffen, wer Ihre Leistungsträger sind und mit welchen Mitarbeitern Sie neue Herausforderungen, z.B. in der Digitalisierung oder Industrie 4., bewältigen können. Die nachstehende Methodik „Mitarbeiterportfolio“ hilft Ihnen, zu dieser Frage Klarheit zu erhalten:

    - Wer sind unverzichtbare Leistungsträger, auf die Sie in keinem Fall verzichten können?

    - Wer sind Ihre Champions, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, z.B. als Projektleiter, Verkäufer?

    - Wer sind Ihre Talente, also Menschen, mit noch nicht ausgeschöpften Potenzialen?

    - Wer sind „Schlechtleister“ oder Menschen, die deutlich unter Ihren Möglichkeiten sind?

    Wenn Sie das gemacht und die wichtigen Personen im Unternehmen/der Abteilung zugeordnet haben, zeigt Ihnen die Abbildung „Mitarbeiterportfolio“ geeignete HR Maßnahmen, die Sie daraufhin anstoßen und umsetzen müssen.

    Leistungs - und Potenzialportfolio von Mitarbeitern

     

     

  • Instrumente der Mitarbeiterbindung

    Hier eine Auflistung der wichtigsten Mitarbeiterbindungsinstrumente und Maßnahmen: Das Allerwichtigste zuerst - Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern Ihre persönliche Wertschätzung!

    • Wertschätzung zeigen - persönliche Gespräche binden
    • Regelmäßiges Feedback durch Mitarbeitergespräch
    • Zielgespräche: halten Sie gegenseitige Erwartungen und Ziele fest (Umsatz, Neukunden u.a.)
    • Gehaltsgespräche führen - regelmäßig und bitte getrennt vom Mitarbeitergespräch
    • Personalentwicklungsgespräch mit Maßnahmenplanung und Entwicklungskontrolle
    • Führen Sie Kritikgespräche unter 4 Augen
    • Rechtzeitiges Trennen von „Schlechtleistern“
    • Coaching (intern + extern)
    Gehalt und Status (z.B. Firmenwagen, Laptop, Mobiltelefon) sind sehr wichtige Bestandteile der Mitarbeiterbindung. Die finanzielle Ausstattung der Position zählt zu den sog. Hygienefaktoren.

    1. Löhne und Gehälter müssen zunächst intern in einer nachvollziehbaren und gerecht empfundenen Relation zueinander stehen. Mitarbeiter haben hierfür in der Mehrheit ein feines Gespür.
    2. Die Vergütung muss im Branchenvergleich passen, d.h. sie muss nicht über dem Branchendurchschnitt liegen, sollte aber auch nicht deutlich darunter sein.
    3. Immer wichtiger werden flexible Arbeitszeitgestaltung, Homeoffice, Alterssicherung und Zusatzleistungen wie Gesundheitsmanagement, Kindergartenzuschuss, Sachzuwendungen etc.
  • Arbeitgeberattraktivität - das macht einen guten Arbeitgeber aus

    Die erste Frage, die Sie beantworten müssen, lautet: Warum soll jemand gerade in Ihr Unternehmen wechseln? Diese Frage müssen Sie mit einem Satz beantworten können. Am besten mit einem Alleinstellungsmerkmal, wie z.B. Top Produkt, sehr gutes Arbeitsklima, Top Führungskultur. Es steckt viel Wahrheit in dem Satz „…die Mitarbeiter kommen wegen dem Chef, sie gehen aber auch wegen dem Chef.“

    Arbeitgeberattraktivität ist durch die neuen Medien messbar und sichtbar geworden: Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung von Arbeitgeberportalen, wie z.B. kununu.com.

    Übersicht fFaktoren der Arbeitgeberattraktivität

  • Neue Wege im Recruiting – so finden Sie die richtigen Mitarbeiter

    In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit war das Recruiting neuer Mitarbeiter noch einfach: eine Anzeige schalten und schon konnte man aus einer Vielzahl von Bewerbungen aussuchen. Diese sogenannte „post and pray“ Methode funktioniert heute nicht mehr. In Deutschland fehlen bereits heute Tausende von qualifizierten Mitarbeitern. Das statistische Bundesamt schätzt, dass sich diese in 10-15 Jahren auf 6-7 Millionen erhöhen werden. Arbeitskräfteangebot und -bedarf in Deutschland
     

    Um gute Mitarbeiter zu finden und zu binden, kommt es daher neben einer hohen Arbeitgeberattraktivität insbesondere auch auf moderne und passende Suchmethoden an. Grundsätzlich kann man nur Mitarbeiter gewinnen, die motiviert sind, das Unternehmen bzw. die Position zu wechseln. Dabei kann man grob in zwei Gruppen unterscheiden:

    • Aktiv-suchend
    • Nicht-suchend

    Aktiv-suchende Menschen haben bereits entschieden, in naher Zukunft einen Wechsel vorzunehmen. Sie suchen aktiv in ihren eigenen privaten und beruflichen Netzwerken, werden in den sozialen Medien wie XING, LinkedIn oder Facebook aktiv und stellen ihren CV in einschlägigen Jobbörsen zur Verfügung. Um diese Menschen zu gewinnen, muss sowohl das Jobangebot, als auch das Unternehmen so attraktiv sein, dass sich diese wechselwilligen Kandidaten bewerben. Manchmal ist es betriebsbedingt schwierig, seine Wechselwilligkeit offen zu zeigen. Um genau diese Menschen „aufzuspüren“, verfügen gute Personalberatungen über entsprechende Tools, um das Internetverhalten von potentiellen Bewerbern zu analysieren.

    Die zweite Gruppe der nicht-suchenden Kandidaten ist schwieriger zu motivieren. Zunächst muss diese Kandidatengruppe aus möglichen Zielfirmen identifiziert werden. Anschließend werden die identifizierten Kandidaten angesprochen und motiviert, Ihren CV zu übermitteln.

    Wenn genügend CVs vorliegen, geht es in einer zweiten Phase darum, die Lebensläufe dieser Kandidaten zu bewerten. Hier ist es äußerst wichtig, neben der Werdegangsperspektive auch die Persönlichkeits- und Zukunftsperspektiven zu erkennen und in die Bewertung einfließen zu lassen. Dies kann durch entsprechende Fragetechniken bzw. durch Kompetenzanalysen erfolgen. Nur so lassen sich teure Fehlbesetzungen vermeiden.

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Ihre Ansprechpartner zu Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität

  • Günter Walter

    Günter Walter

    Dipl.-Betriebswirt (BA), Partner, Vorstand

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  • Matthias Rode

    Matthias Rode

    Dr. rer. pol., Partner

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  • Michael Schuh

    Michael Schuh

    Dipl.-Psych., MBA, Partner

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  • Thierry Pho Duc

    Thierry Pho Duc

    Dipl.-Kfm., Master Systemische Organisationsentwicklung

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