titel lupe 10 Plan B
LuPe 10

„Plan B“

Das Nützliche an Navigationssystemen – sie kennen in der Regel einen Plan B. Einen, der uns zwar über kleinere oder manchmal größere Umwege ans Ziel bringt, aber dafür verhindert, dass wir im Stau stehen und gar nichts mehr geht.

Was beim Autofahren mittlerweile für uns alle selbstverständlich ist, scheint in der Unternehmensführung nach wie vor undenkbar. Oder haben Sie schon einen Plan, was Sie machen, wenn es auf der von Ihnen eingeschlagenen Route nicht mehr weitergeht? Die LuPe 10 ist ein Plädoyer dafür, vom Start weg mögliche Alternativen ins Auge zu fassen. Schließlich wussten schon die Römer, dass mehr als ein Weg zum Ziel führt.

„Ihre Route wurde aufgrund der aktuellen Verkehrslage geändert!“

Liebe Leserinnen und Leser,

bei einigen Beratern in unserem Haus schwellen die Zornesadern, wenn sie das Wort „alternativlos“ hören. Nicht ganz unbegründet. Wir leben in einer Welt, in der es keine absoluten Gewissheiten mehr gibt, in der wir Entscheidungen treffen müssen, deren Auswirkungen und deren Ausgang nicht wirklich abzusehen sind. Auch ein anfangs erfolgversprechender Weg kann – die Realitäten ändern sich schnell – in einer Sackgasse enden. Gut, wenn man dann auf einen Plan B zurückgreifen kann. Und gut, wenn man frühzeitig an ihn denkt. Sonst passiert womöglich, dass sich der eigentlich optimistische Satz „Wird schon schiefgehen“ leider wie bei einer Vielzahl von kleinen und großen Projekten bewahrheitet.

Der Flughafen Berlin ist für unseren Berater und IT-Experten Tomas Schiffbauer nur ein Beispiel dafür. Er spricht über falsch verstandenes Kostendenken und den geplanten Umgang mit Risiken (S. 3/4). Erfahrungswerte aus der Praxis spielen dabei eine zentrale Rolle. So wie beim Baden-Badener L&P Forum, das eine interessante Alternative zu gängigen Veranstaltungsreihen ist (S. 4).

Damit Unternehmen an ihr Ziel kommen, brauchen sie eine gute Strategie. Oder besser noch zwei. Ein durch Alternativenverprobung entstandener Plan B gibt in Zeiten rascher Veränderung die nötige Sicherheit. Moderner Szenarioeinsatz hilft, ihn zu finden (S. 5). Manchmal ist Plan A auch einfach nur bequemer als Plan B: Wenn in Unternehmen nichts mehr zusammen- geht, ist beispielsweise Kästchen malen leichter als nach Prozessen neu zu organisieren.

Das Ergebnis lässt dann allerdings zu wünschen übrig (S. 6).

Ganz klar, in der internationalen Marktbearbeitung gibt es Grenzen. Auch für Plan A. Eine länderspezifische B-Planung kann die bessere Alternative sein (S. 7). In der Fliegerei darf man ohne Plan B – einem sogenannten Alternate oder Ausweichflughafen – gar nicht erst starten. Schließlich ist es entscheidend, sicher anzukommen (S. 8).

Wir alle wollen auch im 21. Jahrhundert erfolgreich sein. Damit das gelingt, sollten wir uns die Freiheit nehmen, in Alternativen zu denken. Eine dazu motivierende Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Wilfried Bantle

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