Titel lupe 12 unchained
LuPe 12

„Unchained“

Würde man die aktuelle Stimmung in deutschen Unternehmen mit einem Barometer messen, stünde dessen Zeiger wohl unentschlossen auf „veränderlich“. Eine Situation, die, obwohl sie alle Möglichkeiten offen lässt, ziemlich unbefriedigend ist.

Unser Vorschlag: Nicht weiter auf den Zeiger schauen, sondern losziehen und mit entfesselter Unternehmungslust das Wetter nehmen wie es kommt. Anregungen sowohl zur Vorbereitung als auch für unterwegs finden Sie in unserer LuPe ‚Unchained’.

Die weiteren Aussichten?

Liebe Leserinnen und Leser,

es liegt etwas in der Luft. Was, kann keiner genau sagen. Der Spannungspegel auf der Führungsebene steigt. Dünnhäutigkeit und Ohnmachtsgefühle machen sich breit. Man weiß schlichtweg nicht, wie es in Zukunft weitergeht. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass es weitergeht. Unternehmen müssen sich fragen, was sie in der unbefriedigenden Situation gefangen hält, akzeptieren, dass diese faktischen und mentalen Fesseln bestehen, und an- fangen, sich aus ihnen zu lösen. Frei von Fesseln geht es leichter voran. Unchained ist das Motto unserer LuPe, die erstmals auch in englischer Version auf unserer Internetseite erscheint.

Man kann sich seine Kunden nicht aussuchen? Unser Vertriebsexperte Martin Doll vertritt die Meinung: Doch! Wie Unternehmen sich durch gezielte Neukundenakquise von bestehenden Abhängigkeiten oder Altlasten befreien können, beschreibt er in seinem Beitrag „Loslassen“ (S. 3).

Führungskräfte in Unternehmen für Strategiearbeit zu entfesseln, ist eine Kunst für sich. Vom Tagesgeschäft über das Unternehmensklima bis hin zum Selbstbild der Manager gibt es zahlreiche Barrieren aus dem Weg zu räumen (S. 4). Dass auch eine starke Strategie entfesselnde Wirkung hat, zeigt das Beispiel MS-Schramberg. Ein Interview mit dem Geschäftsführer Norman Wittke (S. 5).

Organisationen müssen endlich lernen, mit dem Wandel Fuß zu halten. Dazu braucht es statt starrer Machtstrukturen ein freies Spiel der Kräfte, sprich Schwarmintelligenz (S. 6). Kein technischer Fortschritt ohne Menschen mit Ideen. Doch gefangen in unternehmensinternen Denkmustern stehen sich altgediente Ingenieure schon mal selbst im Weg. Der Lösungs- vorschlag von Dr.-Ing. Gösta Pretel: Open Innovation oder einfach mal andere (mit-)machen lassen (S. 7).

Der Extrembergsteiger Ralf Dujmovits weiß zu Beginn seiner Expeditionen nie genau, was auf ihn zukommt. Er geht mit wachen Sinnen trotzdem los (S. 8).

Was in der Luft liegt? Wir wissen es noch immer nicht. Aber unchained kann man ihm besser begegnen.

Ihr Wilfried Bantle

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