Titel Lupe 30 Illustration Jürgen Weing
LuPe 30

„Muße“

Sich ohne Ablenkung, voll und ganz einer Sache widmen? Sich für eine Arbeit die Zeit nehmen, die sie tatsächlich braucht? Sich voll und ganz auf eine Sache zu fokussieren, ist im Sport der einzige Weg, Spitzenleistungen zu erreichen – warum sollte das im Unternehmen nicht auch so sein? 

Der „ganz normale“ Unternehmensalltag sieht für uns alle anders aus. Mit Muße an bestimmte Aufgaben zu gehen, ist dennoch und trotz aller Dynamik im Geschäft nötig und möglich. Vorausgesetzt, man schafft die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür. Gerade in Zeiten des Umbruchs gilt es, die richtigen Dinge richtig zu machen. Nehmen Sie sich die Muße, mit Bedacht vorwärtszugehen. Sie werden feststellen, Sie kommen damit sogar schneller ans Ziel. Das wäre doch ein guter Vorsatz. Ideen zur Umsetzung finden Sie in unserer LuPe 30.

Gute Vorsätze ...

Liebe Leserinnen und Leser,

wer in einer unübersichtlichen Kurve Vollgas gibt, wird leicht hinausgetragen. An diesem Bild lässt sich „Muße“, im Sinne unseres Anliegens, vielleicht am besten erklären. Nehmen Sie sich in der aktuell unklaren wirtschaftlichen Situation die Zeit und die Ruhe, um über das nachzudenken, was um Sie herum gerade geschieht und was das für Ihr Unternehmen bedeutet. Ziehen Sie daraus Ihre wohlüberlegten Schlüsse und beginnen Sie danach, konsequent zu handeln.

Viele Unternehmen spüren, es muss sich etwas ändern. Wirklich viel Zeit bleibt dazu allerdings nicht. Woher also die Muße nehmen, sich auf das Neue zu konzentrieren? Aus dem bestehenden Geschäft (S. 3)! Zusätzlichen Freiraum gewinnen Führungskräfte außerdem, wenn sie weniger entscheiden. Saubere Vorarbeit ist die Voraussetzung dafür. Mit einem klaren Ziel vor Augen finden Mitarbeiter selbst einen richtigen Weg, es zu erreichen (S. 4).

Vorausdenken ist eine der Grundlagen für künftigen unternehmerischen Erfolg. Hilfreich ist dabei ein Blick auf die Megatrends. Einer der aktuell wichtigsten ist die Neoökologie. Sich mit ihm auseinanderzusetzen, lohnt sich auch aus ökonomischen Gründen (S. 5).

Geschwindigkeit allein führt im Projektgeschäft nicht zwingend ans erhoffte Ziel. Es braucht auch genügend Hinwendung zur Aufgabe. Denn unterm Strich zählt die Qualität (S. 6). Das gilt übrigens genauso im Vertrieb. Vertriebssteuerung bedeutet etwas anderes, als einmal im Jahr an der Zahlenschraube zu drehen (S. 7).

Es ist immer gut, zu wissen, was man will. Dafür muss man ab und zu auf Abstand gehen. Laut Brigitte Falk, die seit April 2019 Aufsichtsrätin bei Liebich & Partner ist, weitet das den Blick für ungeahnte Chancen (S. 8).

Muße bedeutet, seine Zeit den Dingen zu widmen, die im eigenen Interesse liegen. Was könnte wichtiger für ein Unternehmen sein?

Ihr Günter Walter

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