LuPe 20 Titel Läuft
LuPe 29

„Läuft“

Schon die alten Römer wussten, dass die Zeit unaufhaltsam läuft und Zeitenwechsel einen Perspektivwechsel bedingen. Janus, der römische Gott des Übergangs, hat daher zwei Gesichter. Das eine blickt zurück, auf das, was war. Das andere blickt nach vorne, auf das, was kommt.

Janus, der auch als Gott des Anfangs und des Endes bezeichnet wird, ist sozusagen der Türöffner in neue Zeiten. Der Monat Januar trägt nicht umsonst seinen Namen. Jetzt sind wir nicht bei den Römern und die LuPe 29 erscheint im Sommer, dennoch leben wir in janusköpfigen Zeiten. Das Stundenglas wird demnächst gedreht. Dann stehen die Zeichen wieder auf Anfang. Welche Richtung die Zukunft nehmen wird, entscheiden Sie.

Kurz vor Schluss ist ganz am Anfang

Liebe Leserinnen und Leser,

erst erscheint es zu früh, dann ist es plötzlich zu spät. Klimawandel und Artensterben machen deutlich, welche Auswirkungen zu langes Festhalten am Status quo, das Ausblenden der Zukunft hat. Doch die Zeit „läuft“ und lässt sich nicht aufhalten. Die Welt steckt im Umbruch. Was wir heute tun oder nicht tun, bestimmt unsere Zukunft. Gefragt sind nachhaltige Lösungen. 

Dass jedem Ende ein Anfang innewohnt, erlebt aktuell die deutsche Automotivebranche, auch wenn sie den Abschied von den Verbrennungsmotoren noch nicht recht wahrhaben will. Unklar ist, wie die Mobilitätskonzepte der Zukunft aussehen. Klar ist, nur das richtige Personal kann sie ins Laufen bringen (S. 3).

„Wenn die Welt sich dynamisch verändert, machen wir das auch“, hat sich die international erfolgreiche Sparte eines Weltkonzerns gesagt. Wie es bisher gelaufen ist, zeigt ein Logbuch der vergangenen zwei Jahre (S.4/5).

Selbst beim Nachwuchs auf den Führungsetagen läuft es nicht mehr wie in alten Zeiten. Die jungen Führungskräfte wissen, man lebt nur einmal, und das sogar während der Arbeitszeit (S. 6). Und wo wir schon beim Thema Kulturwandel sind: Ob es in einer agilen Welt mit Turnschuhen wirklich besser läuft? Viel wichtiger ist, dass die Unternehmenskultur agiles, erfolgreiches Miteinander ermöglicht. Wie es um die eigene Kultur tatsächlich steht, können Unternehmen schnell und zuverlässig ermitteln (S. 7).

Was kommt da auf uns zu? Der Zukunftsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler ist dagegen, die Dinge einfach laufen zu lassen, und plädiert für Nachhaltigkeit als Grundlage allen Handelns (S. 8).

Stimmt schon, es wird auch in Zukunft irgendwie laufen, aber anders und, wenn wir nicht anfangen mitzugestalten, womöglich für andere. Lesen Sie sich in Aufbruchstimmung.

Ihr Wilfried Bantle

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