Fachbeitrag · 5. Oktober 2022

Robustheit statt Effizienz in disruptiven Zeiten

Wachstum und Effizienz waren lange Zeit die bestimmenden Dimensionen für unternehmerisches Handeln. What´s next?

Schneller, höher, weiter – Wachstum und Effizienz waren lange Zeit die bestimmenden Dimensionen für unternehmerisches Handeln. Die Globalisierung eröffnet dabei Möglichkeiten. Doch wie sich aktuell zeigt, bringt sie auch Abhängigkeiten mit sich. 

Die Weltlage ist kritisch. Zur Coronakrise kommt der Krieg Russlands gegen die Ukraine, gar nicht zu denken an die Spannungen zwischen China und Taiwan. Zudem werden Unternehmen vom technologischen Wandel und durch die Energiewende getrieben. Sie sehen sich einer Vielzahl an Herausforderungen gegenüber, die sie alle gleichzeitig zu bewältigen haben – nicht einfach in einem Wirtschaftssystem, das bisher Effizienz und Wachstum allem anderen übergeordnet hat.

Im Rahmen der Globalisierung haben Unternehmen hochkomplexe Lieferketten aufgesetzt. Standorte wurden in immer weitere Best-Cost-Countries verlagert, mit dem Ziel, die Produktivität stets noch ein wenig zu optimieren. Die nun kollabierenden Beschaffungsmärkte führen nicht nur zu der paradoxen Situation, dass trotz voller Auftragsbücher die Lieferfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist, weil Rohstoffe oder kritische Teile fehlen. Sie haben auch, wie mit Preissteigerungen und Inflation, Dominoeffekte ausgelöst, von denen wir nicht wissen, wo sie enden werden. Diese betreffen Unternehmen, Mitarbeitende, Gesellschaft und Politik gleichermaßen.

Jetzt wird deutlich, das vorrangige, teils in mehrfacher Hinsicht grenzenlose Effizienzstreben hat die Wirtschaft erfolgreich, aber eben auch verwundbar und fragil gemacht. Es ist an der Zeit, das oberste Handlungsprinzip zu überdenken. Die These: In disruptiven Zeiten macht Robustheit zukunftsfähiger als Effizienz. Robustheit bedeutet dabei mehr als Verwundungen zu überstehen. Ziel ist, aktiv die eigene Verwundbarkeit zu reduzieren. Nicht Durchhalten heißt die Devise, sondern entschlossene Veränderung.

(…)

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Robustheit statt Effizienz in disruptiven Zeiten

Ziel ist, aktiv die eigene Verwundbarkeit zu reduzieren. Nicht Durchhalten, sondern entschlossene Veränderung.

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Verfasst von: Steffen Hilser

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