titel lupe 24 Ich
LuPe 24

„Ich“

Internet of Things, Industrie 4.0, Algorithmen, Big Data – das sind allgegenwärtige Schlagworte der Stunde. Da könnte glatt der Eindruck entstehen, dass Wirtschaft und Unternehmen vor lauter Digitalisierung den Menschen nicht mehr sehen.

Dabei ist es doch immer er, der Technik entwickelt, einsetzt, nutzt oder ihre Vorteile genießt. Grund für uns, diese LuPe-Ausgabe dem Menschen zu widmen. Nicht irgendeinem, sondern einem ganz bestimmten: dem einzelnen Ich. Wir vermissen es. Denn es ist weder eine Technologie noch das anonyme „Man“ das die Verantwortung für unternehmerisches Schaffen und das Schaffen in Unternehmen trägt. Es sind letztendlich immer die Ichs.

Vermisst

Liebe Leserinnen und Leser,

ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass wir in einer Individualgesellschaft leben, aber in der Unternehmenswelt fast ausschließlich im Wir und Man gesprochen wird? Dabei sind es doch, ob in Strategiegesprächen, eingebunden in Prozessen, beim Einsatz von Methoden und selbst in der Teamarbeit, immer die einzelnen Menschen, die ein Unternehmen erfolgreich machen. Das Wir funktioniert nur durch die Vielzahl der Ichs.

Dass es die starken Persönlichkeiten sind, die ein Unternehmen weiterbringen, zeigt ein Ausflug in die Psychologie. In unseren hochdynamischen Zeiten überzeugen gerade sie durch reife Leistung (S. 3). Da hätte man gerne mehr davon. Doch gute Mitarbeiter sind gar nicht mehr so leicht zu finden. Reines Aufhübschen scheint nicht zu reichen. Bleiben drei Fragen, denen sich Unternehmen im Recruitingprozess stellen müssen (S. 4)

Ja, die Welt hat sich verändert und die Märkte und Bedürfnisse gleich mit. Sie werden immer individueller. Um auf gute Ideen zu kommen, könnte es sich also lohnen, das Ich in den Mittelpunkt von Innovationsprozessen zu stellen. Wie das geht? Mit agilen Methoden und mit der Unterstützung digitaler Technologien (S. 5–7). Was die nicht alles möglich machen. Aber auch bei digitalen Informations- und Kommunikationssystemen kommt es gemäß dem Interview mit Prof. Dr. Alexander Mädche vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf den Menschen an. Denn letztendlich dient Technik seinen Zielen. Die Rollen sind also klar verteilt (S. 8)

Ich habe mir für die Zukunft auf jeden Fall vorgenommen, weiter im Wir zu denken, aber mehr im Ich zu handeln.

Ihr Steffen Hilser

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